Sie sind nicht angemeldet.

Kobbelix

unregistriert

121

Samstag, 2. Oktober 2010, 21:27

<Diese bezauberne lächeln> Ich nehme das Angebot den gestrigen Abend zu vergessen nur all zu gerne an. "Ich würde lieber was essen gehen und dazu was trinken. Es währe mir eine große ehre wenn sie mich begleiten würde. Sie sind eingeladen!" Schak schaut mich etwas verwirrt an "Essen gehen nur wir zwei?" ist die antwort.
"Nur wenn sie wollen" Ich biete ihr meinen rechten Arm an und frage "Wollen sie mit mir ihrgend wo essen gehn? Ich würde die Bloody Rose vorschlagen. Ist sehr schön dort."
Ich schaue Schak fragen mit ausgestrecktem Arm an...

McHaggys

unregistriert

122

Samstag, 2. Oktober 2010, 21:37

Ein paar Tage zuvor

Verzweifelt versucht sich der Cop aus Hags Griff zu befreien.
"Lauf Chef!" ruft er nach Gido. Dieser läuft darufhin los.
Nach kurzer Zeit hat Hag es dann endlich geschaft, bewustlos liegt der Cop vor seinen Füßen.
Dann nimmt er die Beine in die Hand. Kurz darauf bleibt er stehen, "Aduya, ich kann sie da nicht so liegen lassen..."
Er dreht sich um und läuft zurück, schnappt sich Aduya legt sich sie über die Schultern und rennt den langen Flur zum Ausgang entlang...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »McHaggys« (3. Oktober 2010, 12:46)


Beiträge: 207

Danksagungen: 174

  • Nachricht senden

123

Samstag, 2. Oktober 2010, 21:54

"Ähh... ähmmmm.... die Bloody Rose?" Frage ich überrascht. Dann fällt mir ein, dass Kobbi ja nicht weiss, welcher Familie ich angehöre.... "Ja" , antwortete er mir darauf, "ich war erst kürzlich in dem Laden und begeistert davon. Ich kann sie Ihnen nur empfehlen". Ein Grinsen befällt mein Gesicht. Hoffentlich fällt der junge Mann nicht gleich wieder vom Stuhl, wenn er erfährt, WER ich bin... :D
"Ja, doch. Gerne. Etwas Essbares kann ich gut vertragen", antworte ich ihm, während ich dabei mein Grinsen im Gesicht überspiele.

1st Det. Rolo Tomassi

unregistriert

124

Sonntag, 3. Oktober 2010, 18:08

Das erste mal unschuldig

... aber bevor Rolo noch irgendwas anders sagen konnte außer Tomassi, Rolo Tomassi. Sie beide werden steckbrieflich gesucht. Ich muss Sie leider mitnehmen zum Verhör , hatte ich diesen furchtbaren Kerl am Hals der mich nieder rang und mir einen heftigen Schlag verpaßte. Verdammt ich dachte mit den Typen könnte man vernünftig reden. Das war dann wohl eine Fehleinschätzung meiner seits. "Lauf Chef!" rief mein Wiedersacher als er mich niederrang und der gesuchte DonGido lief richtung Ausgang. Danach wurde ich kurz bewußtlos.

Die rechte Hand des Don´s lief hinterseinem Chef hinterher als er stehn blieb und noch einaml umdrehte um die Albert´s Cousine Aduya zu holen. Er packte sie und legt sie über seine Schulter. Sie war schwach und stand unter Schock als der den ich als Hag kennenlernen sollte sie packte. "Ich laß dich nicht zurück Kleines was auch immer hier vorgeht" der Don hätte es ihm nicht verziehn wenn er sie in den Händen der Cops gelassen hätte ohne wenigstens es zu versuchen sie zu retten. An diesem Tag wollten verdammt viele Leute in der Stadt Aduya retten.

Ich kam wieder zu mir und röchelte etwas. Der Schädel dröhnte und ich hatte kurz das Bewußtsein verloren. Der Typ hatte mich überrascht und dann feretig gemacht aber ich hatte ja noch Albert in der Hinterhand.

Albert wartete vor der Krankenstation mit ein paar getreuen unbestechlichen Cops aus unserem Department und einigen Bundes Marschals. An der Stelle konnten wir keinem trauen außer unseren eigenen Leuten und die Fäden der Bekanntschaften und Freunde in der Stadt und der Region waren weit gesponnen so das wir auf treue Leute bauen konnten die nicht gleich unsere Zeugen verraten und verkaufen würden an den Feind.


Der Don lief genau auf die Männer zu am Eingan der Krankenstation und hob auch direkt die Hände. "Sie sind vorläufig verhaftet! Zur ihren eigenen Sicherheit Sir!" rief Albert der mitlerweile von meinem Chef am frühen Morgen vereidigt wurde. Mit seinem guten Leumund und seiner Armeeerfahrung hatte er es direkt zum Officer beim Organisierten Verbrechen geschafft. Der Don überlegte angestrengt was unter dem Druck und dem Adrenalin schwer war. So viele Typen mit Knarren. Was soll er machen.. Da kommt Hag mit Aduya auf der Schulter die auch wieder zu sich kommt. "Hag laß mich runter" strampelt sie auf seiner Schulter als er erstaunnt in die Menge von Gewehrmündungen schaut. "Schön ruhig und lassen sie die Dame runter Bursche. Sonst jag ich Dir ne Kugel in die Stirn" schnaubte Wild Henry, einer der Marschals zu Hag. Albert hielt seine Hand in richtung Henry und sagte "Nur Festsetzen und zum Verhör abführen!" "Laß gut sein Hag" schaute der große Don zu Hag und wieß ihn an Aduya runter zulassen. Die Situation war bränzlich den keinem der Cops und auch keinem der Gangster waren gute Erinnerungen an den anderen gebleiben. "Na los! Hände hoch und umdrehn" Albert hatte alles fest im Grief als Rolo aus der Krankenstation kommt und direkt auf den Don ,Hag und Aduya zu geht. "Mam sie können sich umdrehn und zu den Beamten rübergehn. Wir wollen sie erstmal nur verhören!" sagte Rolo zu ihr. Die andern Cops legten dem Don und Hag Handschellen an und sperrten sie in die Dienstwagen. Erst jetzt erkannte Aduya ihren Cousin Albert. Er sieht so anders aus als noch vor zwei Monaten als ich ihn das letzte mal sah. Er lebt lächelte sie dann sind nicht alle aus meiner Familie in Gefahr vielleicht gab es doch noch etwas Hoffnung. Albert zu sehn, war in diesem Moment ein kleines Stückchen schöner als das Wiedersehn mit Gido aber auch wohl nur weil Gido Stark war und sie sich so um ihre Familie sorgte.




Sie lief Albert in den Arm der vor lauter Freude seinen Hut verlor. "Dir geht es gut? Laß dich anschaun. Kleines in was bist Du da nur reingeraten?" "Ich weiß es nicht" kullerten die Tränen über ihr Gesicht. Diese sonst so knallharte Frau hatte eine weiches Herz. "Was wird mit Gido?" fragte sie besorgt als sie sah das zwei der Drei Wagen schon los fuhren und mit Blaulicht richtung Police Plaza absausten.


"Keine sorge Mam! Ihr Freund sein Partner und sie sind erstmal unter Schutzhaft des Departments und wir überstellen sie ins Police Plaza weil da einige Leute noch Fragen haben." Aduya ließ ihre Augen zum Boden sinken und schaute dann erst Rolo Tomassi an und dann Albert. "Was kommt auf uns zu?" "Keine Sorge Cousine" tröstete Albert sie. "Wir haben die Geschenisse mit dem toten Polizisten und ihrer Entführung aufklären können! Wir wissen vom "Boss" der über sieund ihre Familie an den Bäckermeister kommen wollte. Warum auch immer ist für meine Untersuchung egal. Was es mich angeht sind sie Zeugen in Schutzhaft bis wir wissen wer das sit der sie jagt. Und bisdahin helfe ich ihrem Freund so gut ich kann Mam" Rolo war zuversichtlich denn in diesem Fall waren die Gangster einmal unschuldig, die Cops wurden zu Marionetten eine "Boss" aber zum Schluß hatte sich das erste Kapitel geschlossen. Es würde keinen Krieg mit den Chicagoern Familien geben außer den üblichen Streitigkeiten. Die Cops wußten jetzt wer ihren Kollegen auf dem Gewissen hatte und den Gebildebäckermeister, seinen treuen Freund und rechte Hand Hag würde man nie belangen!


Und bis sich wieteres in Chicago zuträgt geht ersteinaml alles wieder seinen gewohnten gang. Bis wir klären können wie wir Aduyas und Albert´s Familie retten können und den fremden namens "Boss" zur strecke bringen. Wenn ich ihn habe werde ich wieder eine außnahme machen müssen dachte Rolo sich und fuhr mit den beiden hinter den anderen zum Police Plaza hinterher.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »1st Det. Rolo Tomassi« (3. Oktober 2010, 18:24)


Schwester Aduya

unregistriert

125

Samstag, 18. Juni 2011, 21:12

Lang, sehr lang ist es her...

Als ich den Schlüssel in das Schloss der Hintertür der Krankenstation schiebe, tut sich erst mal gar nichts. Der Schlüssel lässt sich um keinen Millimeter bewegen. Ich ruckele daran und drücke wie eine Irre die Klinke, bis endlich mit einem quietschenden Geräusche der Schlüssel weiterspringt und ich die Tür aufdrücken kann. Diese Hürde wäre immerhin schon mal genommen. Drinnen ist alles dunkel, die Rollläden sind geschlossen. Vorsichtig taste ich nach dem Lichtschalter. Etwas krabbelt mir über die Hand und ich zucke ruckartig zusammen.
"Blödes Spinnenvieh! Mich so zu erschrecken!" Surrend und flackernd springt die Beleuchtung an. Es riecht etwas miefig in dem alten Gemäuer; da steckt eine Menge Arbeit darin, hier wieder alles auf Vordermann zu bringen. Auf den ersten Blick scheint es aber keine größeren Schäden zu geben.
Entschlossenen Schrittes gehe ich zum Wandschrank und ziehe Staubwedel und Putzlappen heraus.
"Na dann mal los, Aduya! Bringen wir mal wieder Schwung in die Bude!"

Schwester Aduya

unregistriert

126

Montag, 20. Juni 2011, 20:25

Die ganze Putzerei geht mir langsam aber sicher gehörig auf den Geist. Völlig abgekämpft wische ich mir den Schweiß von der Stirn. Mein Kittel war mal weiß, so habe ich ihn jedenfalls in Erinnerung und im Haar habe ich Spinnweben. Ich werfe den Staubwedel in den Wandschrank und lasse mich auf eines der Patientenbetten fallen. Die letzten Sonnenstrahlen erhellen die Räume der alten Station und erst jetzt, als ich so an die Decke starre, bemerke ich, dass an vielen Stellen die Farbe abblättert. "Wie sieht das denn aus?" Ich hebe meinen Kopf und schaue die Wände entlang: doch auch hier das gleiche Bild, was mir vorher gar nicht aufgefallen ist. Weiß ist hier eigentlich nichts mehr. Ich bin enttäuscht. Es sollte doch wieder alles vorbildlich in altem Glanz erleuchten.
Meine Augen wandern von einem Fleck zum nächsten und entdecken immer mehr Schönheitsmakel an den Wänden. Was soll ich nur machen? Krampfhaft denke ich nach, wer möglicherweise etwas Zeit aufbringen könnte, die Wände zu streichen. Ich bin doch neulich an einem Malergeschäft vorbeigekommen... Fatcap! Dieser Schmierfink!
In Gedanken an die Klecksereien am G-söx-Quartier kneife ich die Augen zusammen und fasse einen Entschluss. Wenn dieser Fatcap will, dass ich ihn nicht an die Bullen verpfeife, dann muss er etwas dafür tun.
Mit Schwung springe ich vom Bett und will mich gerade von den dreckigen Klamotten befreien, als es an der Hintertür klopft. Erschrocken halte ich inne und lausche. "Schwester!", ruft eine dunkle Männerstimme. "Die Lieferung!"
Ich reiße die Augen auf und springe mit schnellen Schritten zur Tür. Als ich öffne steht ein kräftiger Mann in dunklem Mantel vor mir; hinter ihm parkt ein Lieferwagen und ein weiterer Kerl steigt gerade aus. "Wo soll das Zeug hin?"
"Hier entlang. Aber passen Sie auf, dass Sie sich nicht den Kopf stoßen - der Abgang zum Keller ist etwas niedrig." Der Mann brummt nur zur Antwort und schleppt eine schwer aussehende Kiste die Treppe hinab. Der zweite folgt ihm gleich mit einer weiteren Kiste. Die beiden sind noch eine Weile mit Schleppen beschäftigt, während ich etwas in Sorge auf die Straße blicke, ob jemand beobachtet, was hier vorgeht. Aber es scheint niemand etwas zu bemerken.
Als die Männer endlich fertig sind und sich brummelnd verabschiedet haben, verschließe ich die Kellertür sorgfältig und hänge mir den Schlüssel um den Hals.
Jetzt muss ich erstmal zu diesem Pinselschwinger und ihm ein Angebot unterbreiten...

Fatcap

Zitrusfrucht

Beiträge: 84

Wohnort: ShangHAI

Beruf: Hairaten

Danksagungen: 922

  • Nachricht senden

127

Donnerstag, 23. Juni 2011, 20:28

Als ich bei der Krankenstation ankomme steht die Eingangstür leicht offen und ich nehme das als Aufforderung einfach einzutreten.
Innen ist es dunkel. Es riecht nach Reinigungsmittel und desinfizierten Geräten und meine Augen gewöhnen sich nur sehr zögerlich an das schwache Dämmerlicht, welches durch die verhangenen Fenster hinein zu wabern versucht.
Dann geht auf ein Mal alles ganz schnell. Das Licht geht an, Neonröhren flackern, Skinny, der gerade ebenfalls den Eingang passiert, schreit auf und als ich plötzlich die unverkennbare Form einer Revolvermündung an meiner Schläfe spüre verstehe ich auch warum.
„Was zur Hölle macht der Junge hier?!“, keift mich eine weibliche Stimme an. „Sei gefälligst Still du kleiner Schreihals!“. Ich versuche meine Angreiferin zu erkennen, überlege gerade, wie ich mich aus ihrem Griff winden und sie überwältigen kann, als sich der Revolverlauf von mir fortbewegt.
Ich erkenne meine Chance, will handeln, meine Muskeln spannen sich an… Und erschlaffen Sekundenbruchteile später, als ein Schlag meine Schläfe erreicht und ich willenlos zusammensacke.
Dann spüre, sehe oder höre ich nichts mehr.
In der schwarzen Stille meines Kopfes zieht mein Verstand endlich die fehlenden Verbindungen.
Die Stimme! Das ist die hübsche Dame… Die gefährliche Dame! Die, die auf mich geschossen hat! Warum zur Hölle habe ich das nicht früher erkannt?!
Warum auch immer sie mich damals töten wollte, jetzt wird sie es vollenden.
Ich sitze in der Falle!

They don't think it be like it is, but it do.
Haidout. Pew Pew! Laseraugen.

Schwester Aduya

unregistriert

128

Donnerstag, 23. Juni 2011, 21:44

"NEIN!" Mehr krächzend als markerschütternd schallt der stimmbrüchige Ruf an mein Ohr, während ich noch leicht verwirrt mit der Waffe in der Hand dastehe und auf den am Boden liegenden Mann starre. Sofort kommt der Junge angerannt und wirft sich auf den Zusammengebrochenen und hält dessen Gesicht mit beiden Händen. "Wach auf, Fat! Los, wach auf! Das wollte ich nicht!"
Was wollte er nicht? Ich runzele die Stirn, weil mir der Zusammenhang immer noch nicht klar wird. Der Mann ist aus heiterem Himmel einfach zusammengesackt, dass ich schon dachte, ich hätte den Abzug betätigt. Das wiederrum hat mich so verwirrt, weil die Waffe gar nicht geladen ist. Und trotzdem ist der Typ jetzt tot. Dieser Wirkung war ich mir gar nicht bewusst. Anerkennend hebe ich leicht meine linke Augenbraue und klopfe mir gedanklich die Schulter. Doch jäh werde ich aus meinen selbstverliebten Gedanken gerissen, als der Junge ein lautes Kreischen von sich gibt. "FATCAP!"
Fatcap?
Der Schmierfink!
Ich packe den Jungen an der Schulter und schubse ihn von dem leblosen Körper weg. Ich brauche ihn gar nicht großartig zu untersuchen, sondern sehe auf den ersten Blick, dass er eine schöne Platzwunde am Kopf hat, ansonsten aber ruhig und gleichmäßig atmet. Er ist einfach nur bewusstlos.
"Junge, lauf los und hole einen Beutel Eiswürfel, oder am besten gleich zwei! Los!" Der Kleine rennt mit aufgerissenen Augen auf der Stelle davon durch die erstbeste Tür. Bis der Knabe mit dem Eis hier ist wende ich meine Spezialbehandlung an und...
Die Ohrfeige war vielleicht ein bisschen heftiger als nötig, aber sie hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Kopfschüttelnd und leicht verwirrt öffnet Fatcap die Augen. Ich sehe wie er versucht mich zu fokussieren. Dann reisst er die Augen weit auf und stöhnt nur: "Sieeee!", und sackt wieder zusammen. "Nun stehen Sie mal auf, Mr. Fatcap und kommen mit. Ich muss Ihre Platzwunde nähen!"
"Nein, nicht Sie! Nicht Sie!"
Der gute Mann scheint verwirrter zu sein als ich dachte. Entschlossen packe ich seinen Arm und versuche ihn auf die Beine zu bekommen. Er lässt es mit sich geschehen und trottet schließlich willenlos hinter mir her und lässt sich auf eine Behandlungsliege plumpsen. "Sie!" Mit erhobenem Zeigefinger fuchtelt er vor meinem Gesicht herum. "Sie wollten mich schon wieder umbringen!"
"Ja, aber es ist mir wiederholt misslungen. Stattdessen rette ich Sie jetzt, aber nur wenn Sie stillhalten!" Ich tupfe ihm das Desinfektionsmittel auf die Wundränder und Fatcap antwortet nur noch mit einem langgezogenen: "HHHHHssssssssschhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhuuuuaaaaaaaaaaaaaaah!!!"
"Betäubung ist für kleine Kinder! Stillhalten jetzt!" Die Wunde erfordert nur drei Stiche; das wird er wohl auch noch überleben. Während ich mit Nähen beschäftigt bin, frage ich ihn nach seinem Handwerk. Er kann zwar nicht antworten, weil er krampfhaft die Zähne zusammenbeißt, aber ich deute sein "Schhhhhhhhhhhh!" als "Ja" auf die Frage, ob er meiner Station einen neuen Anstrich verpassen könnte. Falls nicht müsste ich seine Adresse leider an einige Gangsterbosse der Stadt weitergeben.
Bevor wir unser Gespräch allerdings vertiefen können, kommt der Junge mit den Eisbeuteln angerannt. "Fatcap, du lebst ja! Es tut mir leid... ich... äh... der Stein sollte eigentlich die blöde Kuh da erwischen..."
"Du hast aber einen verdammt guten Wurf, Kleiner, aber Zielen ist wohl nicht deine Stärke, was? Geh' mal vorne zur Empfangstheke. Da steht eine Dose mit Keksen und nimm dir ein paar heraus... und das mit der blöden Kuh überdenkst du dann nochmal, okay?"

Fatcap

Zitrusfrucht

Beiträge: 84

Wohnort: ShangHAI

Beruf: Hairaten

Danksagungen: 922

  • Nachricht senden

129

Donnerstag, 23. Juni 2011, 23:16

Während mein Hirn langsam versucht diese verworrene Situation zu verstehen verlässt Skinny nun rückwärts das Zimmer. Seine Augen sind starr auf die Schwester gerichtet und seine ganze Haltung deutet auf Angriff hin. Oder auf Flucht… Das wäre sicherlich klüger angesichts dieser gefährlichen Gangsterbraut!
Ich betrachte die Krankenschwester nervös, die jetzt eigentlich einen recht umgänglichen Eindruck macht. Sie hat mich verarztet… Komisch…
Bevor ich noch weiter darüber nachdenken kann ob sie wohl eine gespaltene Persönlichkeit hat höre ich einen spitzen, überraschten Schrei und sehe gerade noch, wie Skinny – immer noch rückwärts gehend – eine Kellertreppe hinunterstürz. Für den Bruchteil einer Sekunde sehe ich noch seine angsterfüllten Augen, dann ist er weg.
Sofort springe ich auf und sprinte an der verdutzen Aduya vorbei.
Als sie die Situation erfasst stürzt sie mir hinterher und schreit: „NEIN! Nicht da runter!“
Doch es ist zu spät. Ich bin bereits am Treppenabsatz.
Skinny ist gegen eine hölzerne Tür gestürzt, die nun unter seinem Gewicht aufgeschwungen ist und den Blick in den Raum dahinter freigibt.
Ich beuge mich zu ihm runter und fühle seinen Puls. Puh, er lebt schon mal… Seine Haltung ist nicht verdreht und eigentlich sieht er aus wie ein ganz normaler Junge der am Fuße einer Treppe (mit dem Kopf in einem angrenzenden Raum) schläft. Ich gehe vorsichtig um seine Kopf und suche… Kein Blut! Ich atme erleichtert seufzend aus.
Mittlerweile ist auch Aduya angekommen und stellt sich demonstrativ vor mich.
„Was ist mit ihm?“, bricht es aus mir heraus. „Wollen sie denn gar nicht… Sie müssen doch etwas tun! Er könnte…“
Erst jetzt merke ich, dass sie sich demonstrativ vor mich gestellt hat, wie um mir die Sicht zu versperren! Ich stehe auf und brülle sie an: „Kümmern sie sich um meinen Bruder!“
Ich spüre, wie Tränen versuchen in meine Augen zu steigen. Aber nein! Ich darf nicht schwach sein! Ich will in dieser Stadt überleben! Ich werde ein Gangster! Natürlich sorge ich mich um meinen Bruder! Das Wort „Familie“ verstehen sogar die fiesesten Gangster. Aber wenn ich jammer helfe ich ihm kein Stück.
„Ich habe doch schon längst gesehen, was sie da hinten lagern!“, bluffe ich. „Darüber reden wir gleich! Jetzt ist das Leben meines Bruders wichtiger!“
Meine Worte zeigen Wirkung. Zunächst scheint die Krankenschwester nur überrascht, dann beugt sie sich hinab und beginnt Skinny zu untersuchen.
Ich nutze den Moment um nun tatsächlich einen Blick in den Kellerraum zu werfen.
Ich traue meinen Augen nicht!

They don't think it be like it is, but it do.
Haidout. Pew Pew! Laseraugen.

Schwester Aduya

unregistriert

130

Donnerstag, 23. Juni 2011, 23:32

"Hey! Es ist schon mal jemand erblindet, weil er zu lange in die selbe Richtung gestarrt hat!", brülle ich den allzu neugierigen Fatcap an. "Packen Sie lieber mal mit an und bringen Ihren kleinen Bruder nach oben. Hier ist das Licht zu schlecht, ich kann nicht sehen, ob er sich verletzt hat."
Fatcap reisst sich von den Apparaturen los und nimmt den bewusstlosen Jungen auf den Arm, um ihn dann behutsam nach oben zu tragen.
Dort angekommen taste ich umgehend alle Knochen ab, doch es scheint nichts gebrochen zu sein. Und tatsächlich, schon wenige Minuten später schlägt der Kleine seine Augen auf. "Mir geht's gut", stöhnt er. Fatcap bedeutet ihm, er solle noch etwas liegen bleiben und sich ausruhen. Dann packt er meinen Arm und zerrt mich auf den Flur.
"Ich weiß nicht, was hier vorgeht, aber ich weiß, dass das, was in Ihrem Keller lagert, illegal ist." Bedrohlich kneift Fatcap die Augen zusammen und versucht augenscheinlich sehr angestrengt besonders finster auszusehen. Ich kräusele meine Lippen und verschränke die Arme. "Hm. Und was wollen Sie mir damit andeuten, Mr. Fatcap?"
"Wir haben einen neuen Deal, Schwester."
"Ich höre."
"Ich streiche ihre Station. Sie geben mir Whisky. Wir schweigen beide. Ist doch ganz einfach, oder nicht?" Etwas unsicher blickt er sich um, als ob noch jemand im Gebäude wäre.
"Hm. Ist das alles?" Auffordernd schaue ich ihn an.
Er zögert kurz, holt Luft als ob er etwas sagen wollte. Dann schaut er sich wieder um. Warum ist der Kerl nur so nervös? "Ja, das ist alles."
"Okay, Deal. Morgen Mittag können Sie den Whisky abholen. Kommen Sie zum Hintereingang. Ich werde Sie dort erwarten."
Damit ist alles gesagt und ich wende mich ab. "Auf wiedersehen."

Fatcap

Zitrusfrucht

Beiträge: 84

Wohnort: ShangHAI

Beruf: Hairaten

Danksagungen: 922

  • Nachricht senden

131

Freitag, 24. Juni 2011, 16:00

Ich habe es tatsächlich geschafft.
Ich habe überlebt.
Den ganzen Tag, seit ich bei der Bank war und Großvaters Geld abgeholt habe, war ich nervös und schaute mich ständig hektisch um. Man läuft schließlich nicht oft mit so viel Geld rum! Bei jedem Knarzen und jeder Bewegung im Schatten hatte ich Angst, dass mein Geld – und damit meine Zukunft - in Gefahr ist. Ich hatte das komische Gefühl, dass jeder, aber auch wirklich jeder, dem ich begegnete wüsste, dass ich mit so viel Geld rumlaufe.
Doch nichts war geschehen.
Auch bei Schwester Aduya hatte alles geklappt.
Sie sah zwar nicht sonderlich glücklich aus, mir den Whisky zu überlassen… Aber Deal ist Deal und ich werde ihre Krankenstation ja auch nicht nur streichen, weil es mir solchen Spaß macht!
Zum Schluss, als mir bewusst wurde wie viel Schnaps ich brauchen würde um Tommy zum Rausrücken der richtigen Ware zu bewegen, lieh sie mir sogar noch einen alten, klapprigen Krankenwagen zum Transport.
Nachdem ich mich auf dem Parkplatz ihrer Krankenstation etwas mit dem Gefährt vertraut gemacht hatte (meinen Führerschein hab ich damals im ländlichen Mexiko auf einem Traktor mit genau zwei Gängen – vorwärts und rückwärts – gemacht…) fuhr ich dann auch unfallfrei mit dem Geld und dem Whisky zu Tommy.
Das Geschäft war schnell abgewickelt und Tommy stellte mir zum Schluss noch einen seiner Freunde vor. Einen alten „Ex-Marine“, wie er sich ausdrückte, mit besonderen Fähigkeiten, wenn es um das Veredeln von Waffen geht. Ich bedankte mich, sagte jedoch, dass ich nun erst einmal etwas trainieren wollte und danach, wenn ich einige Erfahrung gesammelt hätte, gerne auf das Angebot des Feintunings zurück kommen würde.
Als ich den Waffenladen wieder verließ fühlte ich mich frei, unabhängig und stark wie schon lange nicht mehr. Übermütig tänzelnd ging ich zu Aduyas Krankenwagen und wollte gerade losfahren, als sie kamen.
Eine Gruppe großer Typen, die mich wohl auf Grund des Wagens für einen von Aduyas Kollegen hielten oder so… Jedenfalls überlegten sie nicht lange sondern eröffneten sofort das Feuer.
Ich duckte mich schnell und rief mir die Lektionen in den Kopf, die mir Sunny gestern Abend bei einem Bierchen zum Thema Schießen und Kämpfen beigebracht hatte.
Dann nahm ich die Thompson aus dem Geigenkasten und eröffnete das Feuer. Kugeln schwirrten, Schreie ertönten und dann wurde es endlich wieder ruhiger.
Ich hatte es tatsächlich geschafft!
Wenn ich jetzt, im Nachhinein so drüber nachdenke, dann war ich es eventuell doch nicht alleine…
Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern auf den Einen dort überhaupt geschossen zu haben. Und irgendwie hatte ich auch das Gefühl einen Schuss von hinten zu hören… Doch als ich mich umsah war dort niemand. Bestimmt Einbildung. Oder ich habe eine Art Schutzengel…
Danach jedenfalls brachte ich Aduya den Wagen zurück und sie schaute mich und die Einschusslöcher fragend an.
„Na, der Wagen stößt bei manchen Leuten scheinbar immer noch auf gemischte Gefühle!“, lacht sie und fügt grinsend hinzu: „Sei froh, dass wir gerade keinen gefährlichen Krieg haben! Bei den Murders wärst du jetzt schon tot, hehe…“
Ich nehme diesen Hinweis schluckend entgegen und bedanke mich noch einmal für den nun etwas lädierten Krankenwagen.
Sie erinnert mich ihrerseits daran, dass ich mir mit dem Beginn der Malerarbeiten nicht allzu viel Zeit lassen sollte und verabschiedet sich mit einem knappen Winken.
Als ich mich umdrehe und nach Hause gehen will ruft sie mir nach: „Keine Ahnung, wie du das überlebt hast… Aber vielleicht solltest du dir eine Gang suchen! Ich fürchte, du wirst nicht immer so ein Glück haben!“
Ich will gerade etwas erwidern, sehe jedoch nur noch wie die schwere Eingangstür der Klinik ins Schloss fällt.
Den ganzen Heimweg über denke ich über ihren Vorschlag nach.
Eine Gang…
Klingt gar nicht mal so verkehrt!

They don't think it be like it is, but it do.
Haidout. Pew Pew! Laseraugen.

SunnyThe1

Reporter Daily Mirror

Beiträge: 560

Wohnort: Loop

Beruf: Herausgeber Daily Mirror

Danksagungen: 813

  • Nachricht senden

132

Freitag, 24. Juni 2011, 22:33

Gerade als ich auf der Suche nach einer guten Story auf Tommy's Gunshop zuschlenderte, sah ich wie der kleine Fatcap zum Laden raus kam, beladen mit einem Geigenkasten und einigen Packen, vermutlich Munition für seine "neue Geige".
Schon wollte ich auf ihn zugehen und ihn ansprechen, als ich sah wie sich ein Horde schiesswütiger Halbstarke auf ihn zubewegten. Schnell drückte ich mich in die Nische, zog meinen Revolver - "sicher ist sicher", dachte ich mir - "aber erst mal sehen, ob Fatcap gestern seine Schiessübungen auch verinnerlicht hat" - und wartete erst mal ab.

Im ersten Moment dachte ich schon, dass Fat alles unter Kontrolle hatte, überraschend schnell hatte er seine TommyGun gezückt und das Feuer eröffnet - bloss hat er in seiner Aufregung das Zielen vergessen und mit seinem Kugelhagel die gegenüberliegende Hauswand im Obergeschoss malträtiert.



GOSH - dieser Fatcap braucht echt noch ein paar Lektionen im Schiessen ... und vor allem erst mal Hilfe!

Schnell feuerte ich aus meiner Deckung raus mein Magazin leer bis alle Angreifer entweder zu Boden gingen oder ihr Heil in der Flucht gesucht hatten.



Erst als mein letzter Schuss sein Ziel gefunden hatte, hörte auch Fatcap mit seiner Ballerei auf und schaute sich halb stolz und halb verdattert "sein" Werk an. Na gut, ich werd ihn in dem Glauben lassen - etwas Selbstsicherheit kann dem kleinen Pinselschwinger nicht schaden. Ohne mich erkennen zu geben schaute ich ihm zu, wie er seine Sachen in den Laster verstaute und unter einem jämmerlichen Gekräze des Getriebes davonfuhr.

"ich werd dir wohl nochmal ein paar Unterrichtsstunden geben müssen - pass auf dich auf" raunte ich ihm hinterher und setzte meine Tour durch die Gassen von Chicago fort.

besorgt, Sunny (the...caring one) 8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SunnyThe1« (24. Juni 2011, 22:39)