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Pussycoat

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Mittwoch, 7. Mai 2014, 20:28

Seltbuch der Tage in Chicago

Eintrag 1

Pussycoat

Manchmal werde ich gefragt, wie ich zu meinem Namen gekommen bin. Was bietet sich da also besseres an als ein Seltbuch anzulegen, mit all den seltsamen Begebenheiten, die in einem seltsamen Tagebuch reinpassen? Seltbuch hat auch noch keiner gehoert, doch das Tagebuch klingt zu schaebig und seltsames Tagebuch zu lang. Warum nicht auch da beides zusammen zu fassen ohne dass der Laie gleich dahinterkommt, was es sein soll? Wenn ein Fremder dieses Buch in die Haende kriegt und den Titel liest, wird er entweder vor Neugier drin rumstoebern, was auch seltener der Fall sein duerfte oder er wird es achtlos als unverstaendlich wieder beiseite legen, was natuerlich oefter geschieht. Muss ja nicht jeder wissen, was mir so passiert ist. Ich habe die seltene Angewohnheit, die Leute in drei Bereiche zu klassifizieren. Da haben wir zum einen den Mann, der stolz darauf ist, Mann zu sein, dann haben wir die Frau, die stolz darauf ist, Frau zu sein, doch dann gibt es als drittes noch den Mensch. Mensch ist vom Wesen beides. Da kannst du dich noch so sehr auf die Frau konzentrieren, um zu erahnen, was sie als naechstes tut, sie wird stets anders handeln als du erwartest, denn du erwartest, dass sie wie eine Frau reagiert und auch fraulich handelt, desgleichen beim Mann, der gar nicht wie ein Mann seine Taten beschliesst. Durch den Mensch werden die Klischees von Mann und Frau aufgehoben, nichtig erklaert. Was frueher noch ein Vorurteil war, ist heute berechtigtes Sein.

Wir schreiben das Jahr 1890 und ein kleiner Junge von 5 Jahren sieht wie seine drei Schwestern von 7, 11 und 14 und seine Mutter erst vergewaltigt und dann erschossen werden, wie sein Vater unterm Fenster aufgehaengt wird, bevor er den Gnadenschuss durch beide Augen bekommt und seine Grosseltern in der Pferdetraenke ersaeuft werden. Das Vieh wird lebendigen Leibes gehaeutet, der ganze Hof abgefackelt. Einzig den Jungen finden sie nicht. Als alles vorbei ist, wartet der Junge noch eine ganze Weile, bevor er still in sich hinein weinend hervorkommt. Er hatte das Pech, dort mit alles anzusehen, was vom Feuer nicht leicht zu erfassen war. Das Heu war noch nass vom letzten Regeneinbruch. Der Dachboden bruechig. Er schaut sich die ganze Bescherung an, kann sich keinen Reim drauf machen. Er weiss nicht welche Leute das waren. Er weiss nur eins, das waren keine Menschen. Den einzigen Hinweis, der ihm nichts sagt, findet er mit einem Dolch ans Herz seines Vaters geheftet. Ein Zettel mit der Aufschrift: PUSSYCOAT

Wir schreiben das Jahr 1922 und der kleine Junge ist zweiunddreissig Jahre aelter geworden. Sein Leben ist gezeichnet von der Vergangenheit und dem beseelten Gefuehl, das er noch immer im Herzen traegt. Er nennt sich Pussycoat, denn er kann und wird das, was 1890 geschehen ist, nicht vergessen, nicht verarbeiten, bis die Sache fuer ihn ein Ende gefunden hat. Und dieses Ende kann nur ein Ergebnis haben. Seinen eigenen Tod oder den Tod der Bande, die er seit ueber dreissig Jahren sucht und jagt. Mittlerweile hat er herausgefunden, was der Name Pussycoat bedeutet und es macht ihm gar nichts aus, in die Stapfen seines Vaters zu treten, der auch ein Pussycoat war. Doch eines hat er sich geschworen, wie auch immer er sich raechen wird, er wwird nie ein solches Blutbad hinterlassen, wie das, was mit seiner Familie gemacht wurde. Toeten, ja, doch mit unsichtbarer Handschrift.

Heute Nachmittag bekam ich ein Telegramm, darin stand, dass mir 25 Whisky geliefert werden, weil ich 10 Gangpaten ausgeschaltet habe. Es hat begonnen. Mir ist noch immer nicht klar, wann oder ob ich mich einer Gang anschliessen werde oder ob es ratsamer ist, mir eigene Leute zu suchen. Ich weiss nur eins, dass ich in einer Gang kein fuenftes Rad am Wagen sein kann und nicht im Mittelpunkt stehen will, doch auch nicht zugedraengt von einer Masse. Ich bin die 7. Wenn ich irgendwo eine Gang mit sechs Gangstern finde, die einen siebten suchen, dann werde ich es mir ueberlegen. Einen Boss, der mir staendig sagt, was ich tun soll, kann ich nicht gebrauchen, der wuerde mir nur im Weg sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Pussycoat« (7. Mai 2014, 20:33)


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Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:24

Eintrag 2

Kaffee

Was macht man nicht alles um seinen Kaffee zu bekommen, vor allem, wenn man wie ich kein Englaender ist, der Zeit hat, fuenf Stunden an einem Tee zu nagen. Der Tag heute begann lausig und kalt. Vor vier Jahren wurde der grosse Krieg in der Welt beendet, doch hier in Chcago tobt er nach wie vor. Damit ich meinen Kaffee bekomme ohne den ich keinen Handschlag tu, muss ich einige Minijobs erledigen, damit ich die Miete fuer das Zimmer zahlen kann. Eigentlich kein Problem, doch heute ist mir eine Laus ueber die Leber gelaufen. Uptown hat sich mit Dunning zusammengetan, um einen Bandenkrieg zu beenden und da ich in Uptown untergekommen bin, sind die Leute aus Dunning sowas wie Zeitfreunde, denen ich beizustehen habe. Allerdings hat die Laus auf meiner Leber mir einen Job verpasst, der widerspruechlich ist. Ich muss also gleichzeitig die Jungs, mit denen ich Seite an Seite im Gefecht stehe, etwas verarzten. Erst vor Kugeln retten und ihnen dann selbst eine ueber die Ruebe ziehen. Also hole ich mir ein paar blaue Flecke, dachte ich mir. Ist nicht weiter tragisch. Der Kaffee ist mir wichtiger also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich rempel einfach ein paar von denen an, gegen die ich noch keine Chance habe. So koennen die Jungs ihre Stelle weiter halten und ich hab trotzdem meinen Job erledigt. Manche Tage sind einfach nur merkwuerdig.


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Freitag, 9. Mai 2014, 01:33

Eintrag 3

Die 120 Tage von Ashburn

Verheerender Anblick, der sich mir da bietet. Eigentlich wollte ich mir nur eine Flasche Whisky holen, der in Ashburn erheblich am billigsten ist, wie man mir sagte. Doch der Spaziergang weitete sich zu einem Rundgang durch das ganze Viertel von Ashburn aus. Letzte Woche hatten sie zwar von uns eine Schlappe kassiert, doch dass die Auswirkungen so dramatisch in die Tiefe gingen, war da noch nicht abzusehen. Mir kommt der Gedanke, dass Ashburn gar nicht mal zu Unrecht seinen Namen besitzt. Ausgebrannte Asche, Asche brennt, Brennende Asche oder Aschenbrand. Ja, genau, Aschenbrand klingt gut. Die ganze Gegend ist niedergefackelt, kaum Kugeln, sich zu wehren. Solangsam denke ich, dass ich im falschen Viertel gelandet war. Ob es Ironie ist, dass ich zum ersten mal bei den Siegern bin? Und das auch noch doppelt. Oder ist es ein Zeichen? Jenes Zeichen. Irgendwo hier mussten die Typen ja stecken, sonst waer ich nicht hier. Allerdings muss ich mir noch Gedanken ueber die viereinhalb Angebote machen, die mir ins Haus geflattert sind. Eins kann ich schon sofort abhaken, dort wirds nichts, ist mir zu undurchsichtig, da stand nicht viel drin. Das Driitte behalte ich mir mal in Verwahrung, ist noch zu frueh, das Vierte kann ich eigentlich auch ablehnen. Und das Zweite ist zu perfekt. Und was das subtile Halbe betrifft, muss ich mir wohl am staerksten durch den Kopf gehen lassen. Ich frage mich, weshalb ich eine Antipathie gegen Loop habe, ob es am Looping der Achterbahn liegt? Keine Ahnung. Na, ich werd ich mich erst mal auf den Weg nach New City machen. Ashburn ist zur Zeit keine schoene Augenweide. Vielleicht bin ich ja morgen einen Schritt weiter. Heute schwirrt mir einfach zu viel um die Ohren. Diese Nacht gehoert der Flasche Whisky.


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Freitag, 9. Mai 2014, 22:06

Eintrag 4

Der Franzose

Ungeduldig zappelte eine Fliege in meinem Kaffee als es herrisch an der Tuer klopfte. Schwerfaellig quaelte ich mich aus meinem Bett und stellte die Tasse von der rechten in die linke Hand, da ich nie mit links die Tuer aufmache, denn ich kann nur mit rechts schiessen. <- "Wer ist da" -> liess ich einige Worte schlaftrunken hervorquellen. Ich hatte keine Lust in meinem halben Nickerchen genervt zu werden. Doch leider merkte ich sehr schnell, dass das hier in Chicago ein Wunschtraum bleibt. Irgend einer will immer etwas. Als die Tuer endlich auf war, stolperte ein schmaechtiger Bohnenmops ins Zimmer. <- "Bi.. bi.. bist.. du ..Pu.. Pu.. Puss, ssi.. koot ?" -> Ach, du Schande, da stand doch in echt ein Franzose vor mir, stotterte, was die Zunge hergab und kannte ausserdem schon meinen Namen. Doch geklopft konnte er nicht haben. Das musste jemand anderes getan haben und schnell wieder verschwunden sein. Nu hatte ich nicht mal mehr Lust auf meinen Kaffee und goss ihn in den Spuelstein, aus Furcht vor dem spritzenden Sabber, den der Juengling da abschlitzte. <- "Nu komm, Junge, mach dich mal nicht so lang und wirf dich in den Sessel da oder soll ich mir ne Leiter holen um deine Worte zu suchen? Ausserdem braucht vor mir keiner Angst zu haben, der Angst hat. Ach, nee, das verstehste nicht, was? Auch gut. Doch bevor du weiter hier rumzappelst und dir das Genick brichst, weil dir deine Zunge den Gaumen verstopft, hier, ein Stift und jede Menge Papier. Schreib auf, was du nicht fluessig sagen kannst. In der Zwischenzeit werde ich die Tuer verriegeln und auch was schreiben. Und ich will keinen Mucks von dir hoeren, bis du fertig bist. Ich kann naemlich beim Schreiben keinen Laerm vertragen. Ach ja, wenn du fertig bist, giesst du mir neuen Kaffee ein und halt ja deinen Mund zu, bis ich ihn ausgetrunken habe. Ich weiss, du kannst nichts dafuer. Doch soll ich dir was verraten? Ich kann auch nichts dafuer. Und nu wird geschrieben." ->

Es dauerte fast zwei Stunden, bis der Knabe endlich alles zu Papier gebracht hatte, was er mir mitteilen sollte. Natuerlich wurde er von seinem Boss geschickt und er war es auch, der fuer ihn geklopft hatte. Musste der Boss doch ein riesen Schisser sein, dass er sich nicht traute, selbst bei mir vorstellig zu werden. Doch so waren sie alle, die grossen Dons und Capos. Ohne Waffen, die lausigsten Angsthasen und immer die Kleinen Nieten vorschicken. Ich las mir das Schreiben durch und bekam zum ersten mal einen echten Hinweis darauf, dass es eine Spur gab. Eine Spur zu einem der Gangster, die meine Familie auf dem Gewissen haben. Gut, war, dass nur ich das erkannte, und es niemand herauslesen konnte, der nichts davon wusste. Die grosse Frage, die aus den Zeilen hervorstach war sogar fuer mich erstaunlich. Der Boss lies fragen, ob Uncle Buck mein Stiefvater sei. Das stimmte und ich hatte den Mistkerl schon zweimal aus der Stadt gejagt, doch wie kam er auf den subtilen Gedanken, dass es so sei. Immerhin gab es keine Aehnlichkeit. Bei meiner Ankunft, wurde mir sofort klar, dass mein Stief hier war, ich hatte das Bild sofort erkannt. Doch gab es keine Verbindung zwischen uns ausser, dass er mich die ersten Jahre dauernd wegen nichts in seinem Suff verpruegelt hat. Den Gedanken, er sei ein Anstifter zum Mord an meiner Familie gewesen, musste ich damals frueh beerdigen. Nichts desto Troz musste ich nun herausfinden, was der Boss noch wusste. Denn er bat mich, in seine Gang einzutereten. Das sechste Angebot innerhalb einer Woche.

Ich hoerte mit meinen Gedanken auf und sah den Knaben wieder an. <- "Also, sag deinem Boss, dass er noch so penetrant und herschsuchtsergeben rumkommandieren kann wie er will, wer mich unter Druck setzt, mir mit Zwang kommt oder mir sonst irgendwie die Pistole auf die Brust setzt, ist bei mir an der falschen Adresse. Niemand befiehlt mir, ausser ich ganz alleine. Und wenn ich mich wem anschliesse, dann hat das einen tieferen und menschlichen Sinn. Mit Gepolter und Drohungen funktioniert das bei mir nicht. Eher senk ich solche Typen ins Grab. Doch bevor du unterwegs zu einem Sieb wirst, schreib ich dir besser auf, was ich gerade gesagt habe." ->

Ich schickte den Franzosen mit der Nachricht fort. Mein Name war bekannt, mein Stief war wieder in der Stadt und ich wuerde noch vorsichtiger sein muessen, um neue Nachforschungen anstellen zu koennen. Welch ein Tag. War wohl doch etwas zuviel Whisky die Nacht. Wenn noch einer antanzt, der meint, mir drohen zu koennen, dem werde ich wohl zeigen muessen, was ne Harke ist. Nicht jeder wird mit ner Hasenscharte geboren, manche bekommen sie huebsch zugeschnitten. Ich muss noch einiges in New City erledigen, da werde ich mir vorsorglich unterwegs ein huebsches Messerchen kaufen. Vielleicht sogar mit rosa Schleifchen. Man sagt ja: Messer muss man schleifen, damit sie scharf werden.


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Sonntag, 11. Mai 2014, 22:23

Eintrag 5

Schnitzeljagd im Viertelgewitter

Nebel zog auf und bedeckte ganz Chicago. Kein Viertel blieb verschont, nur die Dichte war gelinde unterschiedlich. Ein Paradies fuer surreale Maler oder Moerder aus London. Kein Laut, kein Rattern von irgendwelchen Waffen oder keifenden Giftspritzen, die ihre Zickenpfeile loszischen. Das konnte nur eins bedeuten: Die Ruhe vor dem Sturm. Ein Gewitter zieht auf und ballt sich zusammen. Es wuerde losbrechen, bevor man bereit war. Diese Stunden waren fuer jeden Gangster Chicagos die Schlimmsten, weil alles dadurch unberechenbar wurde. In einer Schublade fand ich ausgerechnet einen Roman meines Lieblingsschriftstellers. Unsterbliches Feuer. In ihm war unter anderem von einem sinnvollen Lehrerstil die Rede, von dem ich mir sicher war, dass er nie realisiert werden wuerde, weil Gutes grundsaetzlich verabscheut wird, denn die Schueler koennten ja was lernen und vor allem Erkenntnisse erzielen und damit den Lehrern den Rang ablaufen. Das musste ja tiefgruendigst vermieden werden, sollten doch Gehorsam und Disziplin die einzigen Pfeiler bleiben. Und genau das traf auch auf ganz Chicago zu. Nur wenige, die diesen althergebrachten Unterdrueckungspfeilern trotzten. Ich war gerade dabei, das letzte Kapitel zu lesen als die Tuer mit Karacho durchbrochen wurde. Wusst ichs doch, die Ruhe vor dem Sturm. Eine Truppe aus zwoelf Gestalten schaelte sich in mein enges Zimmer und jede hielt mir eine Waffe im Anschlag entgegen. Hatte ich nicht so eben von Gehorsam und Disziplin philosophiert? Da war sie wieder, die nackte Gewalt, die Gehorsam verlangte. Doch da waren sie bei mir genau verkehrt. Sie wuerden noch erkennen, dass man bei mir mit so einem Kaese nur das Gegenteil erreichte oder gar etwas ganz verbluefft anderes. Eine giftspritzende Quasselstrippe mimte die Oberwurst. Erst dachte ich, ich haette mich verhoert, doch sie sagte tatsaechlich, dass sie verlangte, ich haette mich ihrer Gang anzuschliessen oder die Stadt zu verlassen, in achtundzierzig Stunden. Damit sie es auch ernst meine, schoss sie einen Zentimeter neben mir eine Kugel in die Wand. Die anderen Lakaien standen nur waffenstramm dumm rum und achteten auf jeden Mucks von mir. Ich sah mir die Gesichter genau an. Ich erkannte aus jedem Viertel mindestens einen wieder. Was war das nur wieder fuer ein Dummes Spiel? Ich sammelte meine Spucke zusammen und sagte betont langsam, dass sie sich verpissen sollten, ich bin niemandem gehorsam ausser mir selbst, denn schliesslich trag ich die Konsequenzen fuer meine Entscheidungen. Als Lakai oder Laufaffe waere ich nicht zu gebrauchen. Und ich haette auch nicht vor, die Stadt zu verlassen. Sie liess vernehmen, dass ich in zwei Tagen verschwunden sein solle oder sie wuerden mir den Garaus machen. Ich stand ganz langsam auf, grinste mein Bruce Willis Laecheln, griff unerkannt in meine hintere Hosentasche, taeuschte Schnupfen vor und dann.......schnitt ich mir mit einer schnellen Bewegung die Kehle durch, dass das Blut in hohem Bogen gespritzt sein musste.

Als ich wieder zu mir kam, war niemand mehr da. Darauf hatte ich gesetzt. Denken war nicht gerade die grosse Staerke von Waffenprotzern. Heute bin ich meiner Oma mal dankbar, dass sie mir von meinem Vorfahren erzaehlte hatte, der auch ein maechtiger Gangster war, weshalb ich ihn in der ersten Zeit nicht mochte, schliesslich war ich ja erst vier Jahre alt gewesen und konnte noch nicht all zu viel begreifen. Ja, Omas Gutenachtgeschichten waren Maerchen anderer Natur. Ich nahm mir den Rest des fleischfarbenen Hundehalsband ab und legte es in den Spuelstein. Seit ich Chicago betreten hatte, trug ich es vom ersten Augenblick an, denn man konnte ja nie wissen. Allerdings wusste ich auch unerprobt noch nicht, ob es funktionieren wuerde, was sich nun als ausgezeichnete Antiwaffe bestaetigend herausgestellt hatte. Das Band bestand innen mit Betaeubungsgas gefuelltem Schweineblut und die Innenseite aus Speckstein, so dass es zwar der duenne wegen tierisch weh tat, das Messer oder sonstige Schlitzerchen den Hals jedoch nicht ankratzte oder gar wirklich durchschnitt. Das Requisit des Zaubergangsters Torturitsch Puschkizow aus dem achtzehnten Jahrhundert war mir doch einmal von Nutzen. Von nun an wuerde ich seinen Namen in Ehren halten. Trotzdem moechte ich nicht, dass jemand die verbindende Herleitung von Puschkizow zu Pussycoat entdeckt.

Ich liess mir in einer hoelzernen Wanne heisses Wasser ein und badete ausgiebig. Anschliessend kramte ich meine Habseligkeiten zusammen, bezahlte den Rest des Zimmers und begab mich auf eine Schnitzeljagd durchs Viertelgewitter. Denn niemand durfte mich nun erkennen. Ich werde mir wohl eine Verkleidung zulegen muessen und nie laenger als drei Tage am Stueck in einem und demselben Viertel wohnen. Jetzt war klar, dass ich eine grosse Rechnung offen hatte, und irgendwer wirde diese Rechnung bezahlen, nur werde das nicht ich sein. Diese Schnitzeljagd wird Chicago laengere Zeit nicht vergessen, dafuer werde ich sorgen. Ich mochte ja Loop nicht besonders also werde ich dort als erstes mein neues Verlies aufschlagen.


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Sonntag, 25. Mai 2014, 06:42

Eintrag 6

Labyrinth im Dreivierteltakt


Schwer atmend schlufte der Portier die Treppen hinauf, waehrend er meinen Antrag studierte. Er schlackerte mit den Ohren, wenn er ueber einige Worte nachdachte. Seufzend schloss er die Tuer zu meinem voruebergehenden neuen Zimmer auf, bevor er mir den Schluessel in die Hand gab. Er verwies auf eine Wand mit einigen Hausordnungen und Tagesregeln, dann versprach er, sein Bestes zu geben, damit mein Antrag in die richtigen Haende fiel und verschwand wieder schlurfend. Ein schlichtes Mahl mit Schmalz, Brot und Gewuerzen stand mit einer Flasche Wein fuer mich bereit. Ich goss den Wein in den Spuelstein und fuellte die Flasche wieder mit klarem Wasser auf, von dem ich dann trank. Weisswein ist nichts fuer mich. Wenn es Roter gewesen waere, haette ich ihn getrunken. Mehr als 18 Stunden harrte ich auf eine Antwort. In der ganzen Zeit tat ich nichts als im Bett zu liegen und mir Gedanken zu machen, wie es weiter gehen sollte. Mir war klar, dass ein Entschluss gefasst werden musste, doch die Optionen, die mir bisher untergekommen waren, hatten keine Kompatibilitaet mit meinen Ambitionen. Sollte der Antrag durchgehen, dann wuerde ich mir ein Portal schaffen, in das bei interessiertem Ersuchen meine zukuenftigen eigenen Leute ihr Quartier bekommen. Mit ganz anderen Aussichten als ich sie selbst bisher zu Gesicht bekam. Allerdings wuerde ich selbst keine Gesuche aussenden sondern nur Hinweise an bestimmten Stellen verteilen, damit Wanderer, die sesshaft werden wollten, rein fuer sich ueberlegen konnten, ob sie beitreten wollen oder nicht. Keine Bedingungen ausser der zwei Regeln, dass eine maximale Anzahl nicht ueberschritten werden sollte, woraus sie allein schon erkennen koennten, ob noch Aufnahme genehmigt wuerde und sich mit dem Sinn einverstanden zu erklaeren, von dem dieses Portal beseelt sein wuerde. Ja, das waere wohl alles fuers Erste. Ein Gangster fiel mir schon auf, der geeignet waere, schon am Start mitzumachen, doch will ich ihm die Entscheidung selbst ueberlassen wollen, ob er kommt oder nicht, sobald er davon erfaehrt, dass es losgeht. Es gaebe auch schon wen, wer die Hinterhut bilden koennte und ich muesste mir eigentlich sicher sein, dass von dieser Seite aus eine Bestaetigung bereits am Keimen ist fuer den Fall der Faelle.

Gedanken, Gedanken, irgendwie machen die einen doch sehr schlaeflrig. Als es endlich soweit war und der besagte Mann auftauchte, der den Antrag zu genehmigen oder zu verwerfen hat, begriff ich, dass er sich noch im Zweifel befand, sonst haette er lediglich abgelehnt oder bestaetigt und sein Zeichen hinterlassen und der Portier waere wieder erschienen mit der Antwort. Als er vor mir stand, ne dicke Havanna zwischen den Lippen, eroeffnete er mir, dass es noch mindestens eine Woche dauern wuerde, weil er noch andere Absegnungen einholen wolle, denn er war nicht abgeneigt, doch allein entscheiden wolle er nicht. Es waere besser, wenn es ein paar mehr von der neutralen Liga absegnen wuerden, damit ich, erklaerte er, im kniffligen Falle, auf Unterstuetzung von dritter Seite hoffen koenne. Wenn ich also noch eins bis zwei Wochen ausharren wuerde und das Viertel nicht verliess, einige Jobs unerkannt erledigen und mich bis dahin unauffaellig verhalten wuerde, saehe er einer Befuerwortung positiv entgegen.

Ich verabschiedete ihn und legte mich wieder aufs Bett, liess die vergangenen zwei Wochen in Erinnerung passieren, kickte das in die vergessene Erinnerungsmuellhalde, was nicht so sonderlich sinnvoll verlaufen war und konzentrierte mich auf das, was ich positiv verbuchen konnte. Es gab drei Arten von Anreden und nur mit zweien stand ich friedlich in der Sonne, mit der mittleren jedoch stand ich von Anbeginn auf Kriegsfuss, und mit jenen, die sie nutzten von vornherein ebenso, gleich, wie sie sich sonst vom Wesen her zu Anfang zeigten, in der Nachfolge zeigten sie sich mir genauso im Fahrwasser, wie das, was ich von dieser ungeliebten Anrede hielt. Es war klar, dass diese Art nicht mit in dieses Portal kommen koennte, sonst waetre es von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Daher beschloss ich, noch etwas am Sinn der Seele zu feilen, damit ich mir keine faulen Eier ins Nest holen wuerde, die mich dann von innen aushoehlen koennten.

Es gab vier Wege in Chicago und ausgerechnet nur der dritte blieb mir uebrig, wenn ich nicht den vierten gehen wollte, der naemlich den Rueckweg anzeigt. Nun denn, mal schauen, was die naechsten beiden Wochen so mit sich bringen. Es ist als wuerde ich im Dreivierteltakt Mambo tanzen und haette den roten Faden im Labyrinth gefunden, der jedoch in der Mitte durchtrennt war und zwei Enden in verschiedene Richtungen zeigten mit Gefahren in allen Nischen. Welchem Ende wuerde ich folgen?


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Dienstag, 27. Mai 2014, 05:37

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Unsichtbar


Da war es passiert. Manchmal braucht es nur einen kleinen Gedanken, der gar einen grossen Stein ins Rollen bringt. Ob es dadurch besser wird, bleibt abzuwarten, doch wenn bei drei Dritteln nur zwei existieren, so kann das eine Drittel zur Unsichtbarkeit verhelfen. Das war jetzt bitter noetig. Ich machte als Lone Rider bei einem Wettkampf mit, wo ich mir sicher war, maximal nur das Ende der vierten oder den Beginn der fuenften Runde zu erreichen. Zu mehr war einfach kein Potential vorhanden, und man sollte sich nicht zu viel vornehmen, sonst bleibt die kleine Freude aus, doch etwas mehr erzielt zu haben als selbst erwartet. Untertauchen ist keine Schwierigkeit, wenn man das Rezept von Desinteresse versteht und dezent anzuwenden weiss. Luegen dringen sofort ans Licht, obwohl sehr oft das Gegenteil erhofft wird, daher ist es immer guenstig, bei der Wahrheit zu bleiben, da diese viel seltener geglaubt wird als eine interessante Luege. Wie bei einem Maertyrer, der die Tueren von Maerchen oeffnet, um die Wahrheiten zu zeigen, wollte ich nun in Erfahrung bringen, wie es sein kann, dass Untergelevelte Spezialisten Verguetungen bekommen konnten, die im ehrlichen Verfahren erst in hoeheren Leveln zur Verfuegung standen. Das war nicht so leicht. Vielleicht wird mir des Minotaurus roter Faden dabei behilflich sein. 7 Tage habe ich ja noch Harrzeit, bis ich die Entscheidung erfahre, bis dahin also, will ich dieser Art kleine Raetsel loesen. Zur Gedankenaufklarung gibt es nichts besseres. Ausser, dass zwei Fenster zerschossen wurden, blieb es friedlich in der Stadt. Die naechsten Tage konnten kommen.


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Donnerstag, 7. August 2014, 06:49

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In der Geisterstadt

Untertauchen ist leicht. Zu leicht sogar. Das Auftauchen dagegen ist weit schwieriger, besonders, wenn die empathischen Erwartungen so eintreffen wie vorhergesehen. Seit zwei Monaten hause ich nun schon in der Geisterstadt Gary, mit vielleicht 40 Meilen Entfernung von Chicago. Nirgendwo sind zur Zeit am Leichtesten Haeuser zu erwerben wie dort. Gruselige Atmosphaere, genau das rechte Pflaster fuer ein Last Man Standing Gewitter. Sieben Haeuser fuer sieben Dollar und die Spesen im Hintergrund bezahlen die Ratten. Das war ein Aufstieg durch die Hintertuer. Nicht alle Gangster sind schlechte durchtriebene Ganoven. Wenn du auf einen triffst, der ein echtes Herz hat, was allerdings nicht leicht zu ergruenden ist, dann kannst du dir sicher sein, es mit einem Templer zu tun zu haben. Fuer die Allgemeinheit sind sie laengst ausgestorben, und das ist auch gut so. Nach dem ich mich entschieden hatte, eine eigene Gang zu beschliessen, kamen die Feinde schnell aus ihren Loechern gekrochen, da bot sich Gary gerade zu an. Was sind schon 40 Meilen auf dem Ruecken eines Pferdes? Nicht doch, ich komme doch nicht mit nem Nobelschlitten an, um gesehen zu werden, nein. Ein guter Gaul ist weit effizienter. Und der Heimritt bietet die beste Gelegenheit, die Gedanken des abgelaufenen Tages zu ordnen und sich neu zu besinnen, zu orientieren, was in einem Auto so gut wie nicht moeglich ist. Da reicht mir vor Ort ein Mietwagen, wenn ich meine Sachen erledige.

Kriege werden noch kommen, doch noch hab ich keine Lust. Man sollte nicht mit Hochmut zu Werke gehen, nur weil eine Stufe erklommen wurde. Mir ist klar, das das einigen nicht in den Kragen passt, doch das muessen sie mit sich selbst ausbaldovern. Ein Aufbau ist nicht mit einem Abbau zu erzielen, auch nicht mit der Zerstoerung eines gegnerischen Lagers. Denn, wozu dient ein Aufbau, wenn niemand mehr existiert ausser ich und die Meinen? Nein, das ist ein bleibender Trugschluss. Wenn sich zwei Gegnerische Gangs zerfetzen, kann ich zwar ihre Reste aufklauben, doch ihr Geist geht dabei verloren, daher ist es immer sinnvoll, dass gegenerische Gangs am Leben erhalten bleiben, auch wenn sie mal etwas gelichtet werden. Ich selbst werde keine Gangster suchen, die sich mir anschliessen. Ich nehme jedoch hier und da mal wen auf, der von sich aus zu mir kommt und mit meinem Motto einverstanden ist. Von Gehirnwaesche halte ich nichts, denn solche Rekruten haben keinen eigenen Kopf mehr.


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Donnerstag, 18. September 2014, 05:14

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Perry Rhodan

Die Sheriffs haben einen Deal mit Perry Rhodan gemacht. Jedesmal, wenn ich zum Point Short Time gehe, um meinen Whisky zu spenden, damit die Lizenz ausgestellt wird, bringen mich irgendwelche Mutanten wieder vor die Tore der Stadt. Das geht so schnell und unsichtbar vonstatten, dass ich nicht weiss wie mir geschieht. Was hat Perry Rhodan hier in Chicago verloren? Stecken die Sheriffs etwa auch mit den Erzrivalen im Bunde? Nur ein Scheingefecht? Die Korruption scheint wohl vor fast niemandem Halt zu machen und das, was mal Gentleman Drive war, beginnt, sich aufzuloesen. Geister hat es schon immer gegeben und der letzte gesichtete Ghost Rider kam auch hier durch, doch Mutanten sind eine Gefahr, der selbst der haerteste Gangster nichts entgegen zu setzen hat. Dem muessen wir entgegenwirken, sonst gibt es nur noch Graeber in Chicago, die nicht einmal sichtbar vorhanden sind. Dann haetten wir in der Tat die Auferstehung der Toten zu beklagen. Vorhin kam ein Mafiaboss zu mir und weinte zu meinen Fuessen, weil er, sich vor Angst fuerchtend die Knarre an den Kopf haltend, schlotterte, dass er nicht wuesste, was geschehe. Ich wollte ihm die Knarre abnehmen, doch es ging nicht, ich spuerte nur einen unsichtbaren Arm, der den Seinen festhielt. Das ist nicht Chicago, dachte ich, das ist Ghost Town. Der erste Unsichtbare dieser Art hatte sich 1897 nicht so benommen. Der fiel einem eigenen Experiment zum Opfer, dies hier war jedoch von ganz anderer Art. Es musste schleunigst was passieren, denn es hat noch nie in der Geschichte Chicagos eine zusammenhaltende Gemeinschaft aller Viertel gegeben. Das Mafialeben stirbt aus, wenn sich diese Mutanten breit machen. Ich konnte nichts mehr tun, schwang mich auf meinen Gaul und ritt aus der Stadt nach Gary heimwaerts. Es wuerde ein langer Ritt werden, wenn ich dieses Raetsel loesen wollte.


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Dienstag, 11. August 2015, 17:54

Eintrag 10


Blutgewitter


Wenn ein alter Mann einer alten Frau sehr zusetzt, und diese beiden auch noch verheiratet sind und sie meine Freundin ist und tausende Kilometer entfernt zu Hause wohnt, dann kocht so manches Mal das Blut in mir, bis zum Empfinden eines wütenden Gewitters, das nicht nachzulassen droht. In solchen Momenten beginne ich zu ahnen, was einen dazu treibt, ein Gangster zu werden. Ich komme sogar so weit in Gedanken, dass die ersten Gangster gute Gesellen waren, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, die Bösen zu vertreiben oder zur Strecke zu bringen. Wie die ersten Piraten, die auch noch keine Ganoven waren sondern Rebellen des Volkes, die gegen in das Regiment einziehende Unrecht aufstanden. Wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht, hieß es in der damaligen Unabhängigkeitserklärung, die ebenso von bösen Buben stark manipuliert wurde, wie heute die Gesetze in den globalen Regierungen. Die wahren Verbrecher sitzen vor und hinter den Gesetzen, und für ihre eigenen Missetaten, lassen sie andere kleinen Leute kielholen, um ihre Gesichter reinzuwaschen. Meinen Ritt werde ich ne zeitlang alleine bestreiten. Da kennst du wen seit sechs Jahren und kannst ihm doch nicht helfen, sowas brennt rein, wie ein Brandeisen zur Zeit der großen Rinderherden im wilden Westen.


Obwohl ich meine Habe ein wenig verbessert habe, werde ich noch ne Weile länger in Gary verweilen. Irgendwie passt das tote Städtchen zur Situation. Noch werde ich ausharren, am Boden zu liegen ist keine Schande, es wird erst zu einer, wenn du nicht mehr aufstehst.


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Freitag, 2. Oktober 2015, 22:55

Du hast aber auch heftig einen an der Murmel :thumbsup:

  • »Ron Sinclair Hood« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 4. Oktober 2015, 00:43

Du hast aber auch heftig einen an der Murmel :thumbsup:
Wenn der Tag kommt, an dem du verstehst, was RPG bedeutet, darfste versuchen, den Satz zu wiederholen. (Mafia2)


elm0.

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Mittwoch, 7. Oktober 2015, 01:21

Ich würde dir dringend raten ein paar Kommas wegzulassen und einen Traktor aus Holz zu bauen.

Vielleicht 'n bisken wat sportlicher, bist ja schon ein großer Junge... (ii)
"If we don't succeed, we run the risk of failure." (George B. aus Texas. / Übersee)



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Olga F

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Freitag, 9. Oktober 2015, 01:27

Vielleicht 'n bisken wat sportlicher, bist ja schon ein großer Junge... (ii)
Och, du kannst gern bauen, was dir dein Kopf hergibt. Große Jungen sind jünger als ich.


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Freitag, 5. August 2016, 17:51

he brauche geng

elm0.

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Freitag, 5. August 2016, 21:12

dann mach hinne
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Mittwoch, 21. Dezember 2016, 23:12

Neulich, als es mir unten rum wieder mal total gejuckt hat und ich gekratzt hatte, bis es blutig wurde, ja, da wusste ich warum ich Gangster geworden bin... Zum einen wäre ich viel zu blöd gewesen auch nur irgendeine Ausbildung zu schaffen, zum anderen ich hätte ja keine Ausbildung... äh... egal.

Als ich meine Karriere begann war ich ein Kleinstkrimineller, der Kaugummiautomaten knackte und nun, schaut mich an! Nach Jahren harter Arbeit bin ich ein Kleinkrimineller und verkaufe Riester-Verträge an Menschen Ü80. Ja, Papa wäre stolz auf mich, wenn er wüsste, das es mich gibt und ich wüsste, wer er ist.

Dieses Jucken hört einfach nicht auf.

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Psycho Sid, klanglos

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