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Elektra

Goodfellow

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1

Sonntag, 25. Juli 2010, 21:47

South Deering

Heute ist ein wunderschöner sonniger Nachmittag. Ich habe Lust, etwas zu unternehmen. Die Rosen sind alle nicht da, das Haus ist wie ausgestorben.
Ich habe Oldgun längere Zeit nicht gesehen, und das Viertel, in dem er lebt, kenne ich auch kaum. Also werde ich mir heute South Deering ansehen und hoffe, ihn dort zu finden - wahrscheinlich am Hafen, wo er arbeitet. Für das Stück von New City nach South Deering werde ich mir ein Taxi nehmen. Oh, da ist sogar eine Taxifahrerin!



Ich steige ein und genieße die Fahrt durch das sommerliche Chicago. Grandios, diese Stadt!



Stellenweise ist der Verkehr so dicht, dass wir kaum durchkommen, aber die Taxifahrerin ist tough und arbeitet sich gekonnt durch das Gewühl.



Endlich in South Deering angekommen, steige ich aus und gehe zu Fuß weiter. Die Taxifahrerin rät mir ab, allein durch dieses Viertel zu laufen - aber was soll mir schon passieren? Es ist hellichter Tag! Außerdem will ich ja wissen, wo mein Liebster herkommt.

Aber was für eine Enttäuschung! Nichts mehr von dem Glanz des Chicago, durch das ich gefahren bin. Statt dessen verfallene Gebäude,



Suppenküchen, wo die Arbeitslosen anstehen, um wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag zu haben,



Straßen voller Unrat, Kadaver, vernachlässigter und verlauster Kinder,



und freche Straßenbengel, die mir Unverschämtheiten hinterherrufen.



Ich bin entsetzt! Oldgun, mon amour, HIER kommst du her? Hier musst du leben, arbeiten und wohnen? Kein Wunder, dass du dich mit Whiskey betäuben musst! Ich kann es kaum fassen und bin froh, endlich den Lake Michigan zu erreichen.
Hier ist von den unsäglichen Zuständen in South nichts zu spüren. Das Ufer ist überfüllt mit fröhlichen Badenden.



Mon Dieu, nein! Was für ein Gedränge! Das ist nichts für mich. Ich ziehe Baden an einsamen, romantischen Seen bei weitem vor. Ob Oldgun wohl einen schönen See kennt, wo wir ungestört wären? Das hier kommt ja überhaupt nicht in Frage.

Ich komme zum Hafen. Das ist aber auch sehr unromantisch hier! Rostige Schuppen, verfallende Lagerhäuser, harte Kerle, die mir seltsame Blicke zuwerfen! Jetzt wäre ich doch froh, Oldgun zu finden.

Da unten sind sie noch beim Arbeiten. Das könnte er sein! Ich beeile mich, näher heranzukommen.



Oups! Da hat er sich aber nach seinem letzten Besuch bei mir noch nicht wieder rasiert, und die Haare sind auch ganz schön lang! Aber er macht ja trotzdem schon was her. Ach, mon amour! Ich bin froh, dass ich dich gefunden habe!

McHaggys

unregistriert

2

Sonntag, 25. Juli 2010, 22:01

Alleine sitzt er in einer kleinen Eckkneipe am Hafen bei einer Flasche Whisky und einer Cigarre,

als plötzlich eine ihm, für das Viertel unbekannte Frau am Fenster vorbeihuscht. Er sieht ihr nach und merkt das es Elektra ist... "Was macht sie den hier?" fragt er sich.
Als er ihr gedankenverloren nachsieht bemerkt er auch Oldgun... "Ach ja stimmt da war ja was." über seine Vergesslichkeit muss er schmunzeln.
Als sich die beiden in die Arme fallen, bemerkt er ein leichtes stechen in der Brust und im wird bewusst wie sehr er Helena vermisst... Er wendet den Blick ab und gibt sich wieder seinen Gedanken, dem Whisky und der Cigarre hin.

3

Sonntag, 25. Juli 2010, 22:18

Nach unserer Umarmung und einem ausgiebegen Begrüßunsgkuss muss ich erst mal sammeln. Liebste, was ähm wie, äh ich meine wie kommst du bloß hierher? Ich sagte dir doch schon zigmal, dass du in unserem Viertel nicht ohne mich unterwegs sein sollst. Is viel zu gefährlich hier, für ein Lady wie dich. Und so ne hübsche noch dazu. Ich lasse mir nicht anmerken, wie peinlich es mir ist, dass sie mich hier bei der Arbeit und in diesem Aufzug sieht, aber ich bin so froh sie zu sehen. Schatz, nachdem meine Schicht ohnehin gleich zu Ende ist, sollten wir danach trachten, so schnell wie möglich einen Ortswechsel vorzunehmen. Kommst du kurz mit zu mir, ich schmeiss mich in bessere Klamotten. (Obwohl viel bessere hab ich auch daheim nicht) ...

Elektra

Goodfellow

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4

Sonntag, 25. Juli 2010, 22:26

Ach, ich bin so froh, ihn wiederzusehen! Ja, umziehen ist eine gute Idee. Wir gehen zurück in die Richtung, aus der ich gekommen bin.
Da, in der Kneipe da hinten, sitzt doch McHaggys, der alte Schotte? Kaum sieht Oldgun ihn, zieht er mich auch schon hinter sich her in die Kneipe und begrüßt Mc fröhlich. Der Wirt kommt schon von selbst mit drei Whiskey, Oldgun (oder McHaggys?) scheinen hier Stammgäste zu sein. Ich will kein Spielverderber sein, aber ich flüstere Oldgun trotzdem ins Ohr, dass wir hier nur kurz bleiben wollen.

5

Sonntag, 25. Juli 2010, 22:39

Hag alter Kumpel, hockst auch schon wieder beim Saufen, schmeiss ich meinem alten Sauf- und Kampfkumpanen hin, währen wir uns an seinen Tisch setzen. Ich glaub, ihr kennt euch nur vom Sehen, Hag, das ist Elektra, Elektra das ist Hag. So, das muss fürs erste genügen. Joe du alte Sackratte ruf ich meinem Lieblingswirt zu, bring auf der Stelle noch was zu Saufen, wir sind durstig. Elektra blickt mich jetzt ziemlich böse an. Nachdem ich diesen Blick schon sehr gut kenne, storniere ich meine Bestellung. Hag, tut mir leid, aber meine Liebste und ich wollen heut noch einen kleinen Ausflug machen, da is vielleicht besser, wenn ich mal versuch nüchtern zu bleiben. Wir verabschieden uns von Hag (er schafft tatsächlich noch einen Handkuss), ich leg Joe die paar Kröten auf den Tresen und verlasse mit Elektra die Schluckstube in Richtung meiner Wohnung ...

Elektra

Goodfellow

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6

Sonntag, 25. Juli 2010, 22:49

Langsam versteht er es, mir die Wünsche von den Augen abzulesen. Ich muss nur finster genug gucken (kicher). Langsam beginnt es zu dämmern. Ich hätte mir ja einen romantischen Bootsausflug gewünscht, aber ich fürchte, es wird heute zu spät dafür.
Naja, dann werde ich ihn noch zum Umziehen begleiten und mich dann auf den Rückweg machen, allein, zu Fuß, als Frau, auf diesen mörderischen Absätzen, durch diese gefährliche Gegend....
Aber vielleicht kommt er auf eine bessere Idee.


McHaggys

unregistriert

7

Sonntag, 25. Juli 2010, 22:52

"Ja die zwei passen wirklich zusammen, wie das Auge auf die Faust. Oder war das anderst herum? Ist ja auch egal." denkt Hag sich. "Aber diese Madam verkörpert alles das was der gute alte Oldgun nicht tut, das ist sicher."
Nun ist er wieder alleine in der Kneipe. "So ist das im Leben." sagt er in den Raum, wobei er niemanden im besonderen meint, er weiß nicht mal mehr auf was sich die Aussage bezog. "Eigentlich sollte ich jetzt aufhören zu trinken." glaubt er zu wissen "Aber das ist ja eigetnlich auch egal." Er bezweifelt das er heute nocheinmal jemanden trifft und bestellt sich eine neue Flasche...

8

Sonntag, 25. Juli 2010, 23:00

Kaum in meiner Bude angelangt, is es mir schon wieder so peinlich, was für ein armer Hund ich bin. Nichts da, außer ein alter vergammelter Kasten im Eck, wo ich meine Sachen (ein paar Klamotten und Whisky, mehr hab ich momentan nicht) aufbewahre. Mein alten Möbel sind ja allesamt zu Bruch gegangen und meine neuen bekomme ich erst in den nächsten Tagen von meinem alten Freund Leon. Jetzt bemerk ich erst, dass es schön langsam Nacht wird und höre Elektra was daherreden von wegen heut is zu spät fürn Ausflug und sie macht sich nun auf den Weg nach New City. Ich mag vielleicht ein alter Suffkopp ohne Manieren sein, aber das kommt nich in Frage. Ich nehm sie in den Arm, küsse sie innigst und biete ihr auf einem Stapel alter Decken ein kuscheliges Nachtlager an. Oh wie romantisch du sein kannst Liebster, natürlich nehm ich dein Angebot an haucht sie mir ins Ohr. He, he denk ich zu mir, wird sicher besser als dieser Ausflug ...

Helena Cole

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9

Montag, 26. Juli 2010, 12:59

Es war eine verdammt lange Zeit gewesen, in der Helena nicht da war. Sie konnte nichteinmal das Konzert, dass McHaggys organisiert hatte, genießen.
Aber das was sie nun mitgebracht hatte, war es ihr wert.
McHaggys schlief noch, als Helena früh morgens in seine kleine Wohnung kam. Sie hatte sich von Hag einen Zweitschlüssel für seine Wohnung geben lassen, ziemlich praktisch dieses Ding. Sie war die Nacht über mit einem Taxi nach South Deering gefahren. Ein ziemlicher Unterschied zu dem kleinen Stadtteil Ashburn, welches eher einem kleinen idyllischem Dorf gleicht.
Hag schien bislang noch nichts von der Einbrecherin mitbekommen zu haben, die den noch schlafenden Schotten eine Weile beobachtete, ihm über die Wange strich und sich derweil eine Kanne Tee zubereitete.
Die Sonne war schon lange aufgegangen und der Betrieb in South Deering schon längst angefangen. Etwas laut war es schon, doch Helena wagte es das Fenster etwas zu öffnen um sich eine Zigarette im Sessel zu genehmigen und zu warten, bis ihr schlafender Schotte endlich aufwachte.
Die Überraschung im Koffer hatte sie hinter den Sessel gestellt. Hoffentlich war er nicht allzu böse über ihre Abwesenheit, und hoffentlich hatte er sich nicht irgendwelche bunten Geschichten ausgedacht, warum sie weg war.


McHaggys

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10

Montag, 26. Juli 2010, 19:10

Als er erwacht öffnet er vorsichtig die Augen. Die letzten reste des Tageslichts blenden ihn. Sein gefühl sagt im das hier irgendetwas anderst ist als zu dem Zeitpunkt an dem er betrunken in die Wohnung kam und sich schwer ins Bett hat fallen lassen. Er spührt einen leichten Druck an den Schläfen, die letzten Nachwirungen, des gestrigen Trinkens. Blinzelt dreht er vorsichtig den Kopf zur Seite, der Druck wird schlimmer. Vorsichtig greift er an den Nachtisch nach seinen Zigaretten, jede Bewegung schmerzt in seinen Gliedern. "Verdammte Sauferei." brummt er leise vor sich hin "Wenn ich so weitermache ende ich noch wie der gute alte Oldgun." Als er sich die Kippe in den Mund steckt, bemerkt er sie. Regunglos sitzt sie da, den Rücken zu ihm. "Wie... das...?" schießt es ihm durch den Kopf.
Etwas ungläubig reibt er sich die Augen, sie sitzt immer noch da. Der Kater ist vergessen, leben strömt durch seine Glieder... "Richtig der Schlüssel." fällt es ihm ein. "Sie hat mich also nicht versetzt... Oh man, das... WOW... aber warum sieht sie mich immer in diesem erbärmlichen zustand?" ein wenig schämt sich Hag.
Die Zigarette immer noch im Mundwinkel krächzt er heraus:"Honey..."

Helena Cole

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11

Montag, 26. Juli 2010, 20:49

Der Tee war inzwischen leergetrunken, und ein Brot wurde auch schon geschmiert. Es vergingen einige Stunden, bis Hag aufwachte, wovon Helena zunächst nicht viel mitbekam. Erst nach einem leisen, gequälten Brummen von ihm, setzte sie sich im Sessel auf und drehte sich nach hinten um.
Da lag er, noch etwas geblendet von der untergehenden Sonne und mit dröhnendem Kopf.
"Guten Morgen, Sunshine." Kam es mit einem leichten Grinsen auf den Lippen.
Sie legte den Kopf einen Moment schief und betrachtete ihn eine Weile.
Strubbelige Haare, raue Stimme und eine Zigarre im Mund. "Verzeih mir bitte, dass ich so plötzlich gegangen bin..." Im gleichen Atemzug stand sie aus dem Sessel auf, zog das Kleid wieder über die Beine und schnappte sich den Koffer hinter dem Sessel hervor.
"..ich hoffe, du hast dir keine wilden Geschichten ausgedacht."
Dann setzte sie sich auf die Bettkante zu Hag, hauchte ihm einen Kuss auf den Mundwinkel und schmunzelte.
"Aber ich glaube, deswegen hat sich das warten gelohnt." Der Koffer, eher gesagt der Gitarrenkoffer wurde auf ihren Schoß gehoben, sodass Hag ihn selbst aufmachen konnte. Hoffentlich gefiel es ihm.
Wenn er den Koffer öffnete, würde er zunächst den schlanken Hals sehen, auf dem in liebevoller Handarbeit eine Rose gemalt wurde.


Wenn er den Koffer ganz öffnete würde er die volle Pracht der rotbraunen Schönheit erblicken.



Erwartungsvoll sah sie McHaggys an, wartete seine Reaktion ab.

McHaggys

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12

Montag, 26. Juli 2010, 21:14

Als er den Koffer öffnet fallen ihm fast die Augen aus dem Kopf, so eine Gitarre hat er noch nie gesehen. "Die muss ein vermögen gekostet haben, aber wie..." alle zweifel der letzten Tage sind verflogen, wie ein Kleiner Junge hält er sie in Händen, vergisst kurz alles um sich herum... dann stimmt er die Gitarre kurz an, schaut zu Helena auf blickt sie an wie ein kleiner Lausebengel


und sagt ganz lässig mit seiner von gestern noch krazigen Stimme:"Baby, the next song is only for you!"
Und er fängt an zu Spielen.


Als er fertig ist, nimmt er sie heiß und innig, wie ein Matrose, der nach langer Zeit auf hoher See heimkehrt.

Helena Cole

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13

Montag, 26. Juli 2010, 21:29

"Für dein nächstes Konzert. Ich hatte gehofft, du wirst sie dort spielen.." Bei seinem Blick muss sie Schmunzeln. Es hatte sich also doch gelohnt. Alles was sie dafür bezahlen musste war kostbare Zeit mit Hag. Das Wochenende hätte sie sowieso in Californien verbracht, auch wenn es etwas kurzfristiger war. Doch dort konnte sie ihren Onkel überreden, die eigentlich für Helena gebaute Gitarre etwas umzubauen und noch ein paar Verzierungen dran zu malen.
Doch die ganzen Gedanken um das vergangene Wochenende verflogen, als er anfing zu spielen und sich Helena langsam auf das Bett zurücklehnte und lauschte.
Leise aufseufzend schloss sie einen Moment die Augen, als er fertig war. "Wunderschön!"
Der Rest des Abends wurde in einem dunklen Zimmer, unter einer leichten Bettdecke verbracht, geschmückt mit zarten Küssen.

Elektra

Goodfellow

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14

Dienstag, 27. Juli 2010, 14:22

Als ich aufwache, scheint die Morgensonne durch das Fenster. Naja, sie bemüht sich zumindest, hindurchzuscheinen, denn die Scheiben sind wohl schon länger nicht mehr geputzt worden. Oldgun scheint da nicht soo viel Wert drauf zu legen, und die alte Charlotte, seine Vermieterin, kommt einfach die Treppe nicht mehr hinauf.
Er ist schon wieder weg, zum See, und ich frage mich zum wiederholten Mal, ob er wirklich nur am Hafen arbeitet oder ob er nicht doch in den Whiskey-Schmuggel verstrickt ist. Hat nichts, zur Zeit nicht einmal Möbel, aber Whiskey immer in Mengen. Er hängt auch immer mit diesem Schotten zusammen, Hag, der ein sehr freundlicher Mensch ist, aber sicher auch irgendwas mit Whiskey zu tun hat... Mir sind diese heimlichen Geschäfte nicht geheuer. Was da alles passieren kann!
Ich sitze auf meinem Deckenstapel (wieso tue ich mir das eigentlich an? Hab ich nicht ein wunderbares weiches Bett zu Hause?) und lasse den Blick durch den Raum schweifen. Viel gibt es in der Tat nicht zu entdecken.
In der einen Zimmerecke eine Batterie von leeren Flaschen, in der anderen die Holzkiste mit ein paar Klamotten darin und vor dem Fenster ein selbstgebautes Gestell mit feuchter Wäsche darauf. Neben der Tür ein wackeliger Tisch mit einer Waschschüssel und Rasierzeug, dann noch einige Haufen mit undefinierbaren Plünnen.

Ob ich hier mal ein bisschen aufräume? Obwohl... Männer reagieren manchmal so merkwürdig, wenn man ihre Sachen wegschmeißt, so, als hätten sie noch gar nicht gewusst, dass sie den alten rostigen Schraubenschlüssel oder den fadenscheinigen alten Pullover nicht mehr brauchen.

Ach, soll er doch selber aufräumen! Ich werde mal gucken gehen, ob Hag und Helena da sind, vielleicht haben sie Lust, ein bisschen zu schwätzen.

15

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:01



Ja, schaut mir nur blöd nach, Ihr Ratten, elende Ja-Sager, nichts anderes kann man euch nennen. Ach rutscht mir doch den Buckel runter und macht die Drecksarbeit ohne mich. Und vergesst nicht, dem Vorarbeiter gaaanz tief reinkriechen, das kommt immer gut an. Mit diesen letzten Worten lasse ich wieder mal einen Arbeitsplatz für immer hinter mir. Dieses Schwein von einem Vorarbeiter dachte, er kann mit mir machen, was er will. Dachte, wohlgemerkt. Jetzt soll er schauen, ob er einen Wunderdoktor findet, der ihm seine jetzt noch entstelltere Fratze wieder zusammenflickt. Oh Gott, bin ich wütend auf diese Ratte. Hätten mich nicht 6 Mann von ihm runtergezerrt, hätt ich ihn wohl erschlagen in meiner Wut. Bin noch immer sowas von geladen. Was solls, jetzt geh ich mal den Frust runterspülen. Und so marschiere ich durstiger denn je zu Joe´s Hafenkneipe. Ich tret ihm fast die Tür ein und lass mich auf meinen Stammtisch im hinteren Eck fallen. Joe kennt mich schon sehr lange und weiß auch, dass heute nicht der Tag zum Redenschwingen ist. Er bringt mir eine Flasche Whisky und ein Glas und wandert wieder hinter den Tresen, wo er auch hingehört. Ich schenke ein und beginne zu saufen ...

McHaggys

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16

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:05

Frisch von den Werkstatt zurück im geliebten South Deering, schlendert er in Richtung zu Hause... vielleicht ist Helena ja noch da, nachdem er so kurzfristig wegmusst...
plötzlich ruft es hinter ihm laut "PENG PENG" er zuckt leicht zusammen und sieht einen Haufen Kinder aus seinem Block hinter sich stehen, er kennt sie alle und will sie auch alle auf den "richtigen Weg bringen. Erwartungsvoll schauen sie ihn an.

"Heut nicht Jungs." sagt er freundlich lächelnd, ich muss noch was tun.
Ein leises raunen und stöhen geht durch den Trupp und schon verteilen sie sich wieder auf den Straßen, wahrscheinlich um dem nächsten Ahnungslosen die Geldbörse zu stehelen.
Mit einem schmunzeln im Gesicht läuft Hag weiter...

Elektra

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17

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:18

Ich habe mir den Tag in South Deering vertrieben. Hag und Helena waren leider nicht da, aber ich habe andere nette Nachbarn kennengelernt. Wir haben viel Spaß gehabt.



Aber jetzt ist es Abend, eigentlich Zeit für Oldgun, nach Hause zu kommen. Wo er nur wieder bleibt? Ich glaube, ich werde ihn mal suchen gehen.

Er muss auf dem Rückweg vom Hafen an Joe's Kneipe vorbei. Die Wahrscheinlichkeit, ihn dort anzutreffen ist nicht gering...

Oh nein! ich höre von weitem schon den Lärm aus der Kneipe. Irgend jemand scheint zu randalieren. Hoffentlich nicht Oldgun! Als ich die schäbige Kneipe betrete, bewahrheiten sich meine schlimmsten Befürchtungen. Oldgun voll in Rage! Junge, der hat aber eine miese Laune heute!



Einer seiner Zechgenossen scheint sein Missfallen erregt zu haben. Ich will mal versuchen, dazwischenzugehen, bevor jemand zu Schaden kommt! Ich trete auf ihn zu und versuche, seinen erhobenen Arm festzuhalten. Wütend fährt er herum, erkennt mich und lässt den Arm sinken. Ein Glück! Er sieht ziemlich unglücklich aus. Vorsichtig nehme ich ihn in den Arm und frage leise: "Was ist passiert, Cheri"?

18

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:38

Dein Glück du alte Weichbirne schrei ich diesem elenden Hund ins Gesicht. Dein Glück, dass meine Liebste im richtigen Moment kam. Ich hab heut schon einen miesen Sack beinahe ums Eck gebracht, da wärs auf dich auch nicht mehr angekommen. Elektras Anwesenheit beruhigt mich sofort und ich geh mit ihr zurück an meinen Tisch. Nachdem ich ihr erzählt habe, dass ich wieder mal einen Arbeitsplatz verloren habe, redet sie mir zu, wie nur sie es zu Wege bringt. Elektra, ich danke dir, dass es dich gibt. Ohne dich, wär ich längst unter der Erde. Du bist meine Rettung, mein Engel. Bitte verzeih mir, dass du das soeben mitansehen musstest. Er hat mich die ganze Zeit provoziert. Aber jetzt, wo du da bist, ist alles in Ordnung. Ich liebe dich. Ich schenke ihr ein Glas Whsiky ein, wir stoßen an und ich merke, dass ich in ihrer Nähe ein anderer Mensch bin. Der ganze Stress ist vergessen und ich frage sie, was wir mit dem angebrochenen Abend noch anfangen wollen ,,,

Elektra

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19

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:51

Ach herrjeh, er hat schon wieder einen Job hingeschmissen! "Cheri, wo soll das nur mit dir enden", denke ich. Sagen tue ich das jetzt lieber nicht, es gibt günstigere Momente. Und zu seinem x-ten Whiskey heute werde ich besser auch nichts sagen.
Zum Glück hat er sich beruhigt. Wie schnell das bei ihm gehen kann! Die anderen an der Theke werfen ihm ab und zu noch einen misstrauischen Blick zu, aber als sie sehen, dass er nur noch Augen für mich hat (er kann äußerst charmant sein, wenn er will!), wenden sie sich wieder ihren Gläsern zu.
Hier sitzen zu bleiben ist, glaube ich, keine besonders gute Idee. Dieser unselige Wirt kommt ständig mit der Whiskeyflasche, sobald Oldguns Glas auch nur halb leer ist.
Außerdem ist heute ein schöner Abend. Vielleicht kennt Oldgun hier ja ein Fleckchen, das nicht so heruntergekommen ist? Ein kleiner Spaziergang wäre im Moment das richtige, glaube ich.
Unauffällig nehme ich ihm das letzte, noch volle Glas weg und frage ihn: "Cheri, kann man hier irgendwo nett spazieren gehen?" Ich fürchte, für die Bootstour ist es schon wieder zu dämmerig.

Helena Cole

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20

Dienstag, 27. Juli 2010, 21:53

Ein Seufzen wanderte über die Lippen, als Helena aus dem Fenster blickte und den Rauch der Zigarette dabei ausstieß. Es war ein lustiges Bild, Hag mit diesen kleine Lausbuben zu beobachten. So langsam schweiften die Gedanken etwas ab. Ein letzter Zug an der Zigarette ehe sie ausgedrückt wurde.
Das Bettlaken, in welches sie sich gewickelt hatte, wurde etwas weiter hochgezogen und Hag vom Fenster aus zugewunken.
"Morgen steht uns ein großer Tag bevor. Gido geht in den Urlaub mit seiner Liebsten. Wir beide werden wohl den Laden schmeißen müssen." - "Ach, das packen wir doch mit links." Brummelte Hag, als er Helena in die Arme nahm und sie küsste.
"Er hat bestimmt noch etwas vorbereitet, dann kannst du morgen erst dein Auto abholen und ich werd schonmal in die Bäckerei gehen..." Mehr konnte Helena für den morgigen Tag nicht planen, denn ihre Lippen wurden schon wieder von Hag in Beschlag genommen.
Sie hatt eganz vergessen Gido einen schönen Urlaub zu wünschen. Er hatte sich die Pause verdient, und vor allem die Zeit mit Aduya.

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