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Moros

Hitman

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21

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 16:54

Es ist spät am Nachmittag als ich das erste Mal die Augen aufschlage. Kitsune schläft noch. Wir haben es nicht wirklich geschafft uns anzuziehen und so kann ich auf ihren fast freien Oberkörper blicken. Dieser Anblick zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. „Freiblick ins Wochenende und das auf einem Mittwoch.“ Denke ich mir.
Ich schau sie einfach nur an. Beobachte wie sich ihre Brust bei jedem Atemzug hebt und senkt. Nach einer Weile löse ich meinen Blick von ihr und schaue mich um. Kein Mensch zu sehen, aber das ist um diese Uhrzeit auf den Aussichtspunkt ja auch nicht anders zu erwarten.

Vorsichtig öffne ich die Beifahrertür und steige aus. Erst da fällt mir auf das ich kein Hemd anhabe. Ein lauer Wind kommt vom Rand des Aussichtspunkts, aus Richtung Stadt, über das Plato und die Sonne steht hoch am Himmel. Sie ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich warm.
Langsam schlendere ich zum Rand des Aussichtspunkts und blicke auf die Stadt unter mir. Wie ruhig sie daliegt.

Warme Arme schlingen sich von hinten um mich. Ein heißer Kuss im Nacken. „Hey Schatz“
Es ist Kitsune. Sie drückt sich an mich und ich kann ihre Brüste an meinen Rücken spüren. Eine Zeitlang stehen wir da und blicken auf die Stadt, dann löse ich mich von ihr, drehe mich um und küsse sie.
„Kitsu.“ Fange ich an und muss tief durchatmen. „Ich weiß nicht genau was bei dir los ist, aber seit ein paar Tagen verhältst du dich eigenartig.“ An ihren Augen kann ich erkennen dass die Anspannung in ihr aufsteigt. „So wie du dich in den letzten Tagen verhältst würde ich sagen du bist auf der Jagd“ Sie will etwas erwidern, aber ich lege ihr meine Zeigefinger auf die Lippen.
„Es ist mir eigentlich egal was du so treibst, ich weiß dass du sehr gut alleine klar kommst. Aber so wie ich dich erleben, wenn ich dich mal zu Gesicht bekommen, ist deine Beute nicht zu unterschätzen. Wir teilen Haus, Bett und gelegentlich auch Auto. Egal um wen es geht, wir machen das zusammen. Oder zumindest werde ich dabei sein um im Notfall eingreifen zu können. Du würdest es nicht anders machen.“

Sie wendet sich von mir ab und geht zum Wagen. „Komm, wir fahren nach Hause, ins Baile.“ Ihr Ton gibt mir zu verstehen dass ich jetzt nicht mehr über das Thema reden sollte. „Dann lass uns fahren, aber ich erwarte, nein ich verlange, Antworten.“
Die ganze Fahrt zum Baile wechselten wir kein Wort, nicht einmal einen Blick.

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

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Marenchen

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22

Dienstag, 1. November 2011, 20:56

Nisl schien es nicht zu interessen ob ich mit Kobbi nun weg ging oder nicht! Keine Gesichtsmimik war unter seiner Maske zu erkennen! Na dann erst recht, trotzig schaute ich Nisl an, ging auf Kobbi drauf zu zerrte an seinem Jacketärmel und zog ihn hinter mich her! Kobbi wollte wohl was sagen ich schaute ihn nur an, das war wohl grund genug, in dem moment mal nichts zusagen!

Ich machte die Tür auf, knallte Sie zu (scheint irgendwie bei mir nicht leiser zu gehen) :D und sagte zu Kobbi du fährst uns jetzt Aussichtspunkt! Ohne ein Wort zu sagen setzte er sich ans Steuer und fuhr uns dahin! Dort angekommen hatte sich mein ärger etwas gelegt, wir stiegen aus! Und aufeinmal war ich sprachlos, die Aussicht von hier oben war atemberaubend! Kobbi nahm eine decke aus dem Wagen, damit wir uns auch hinsetzen konnten! Schweigend saßen wir nebeneinander, mienHerz klopfte wie wild! Kobbi schaute mich von der Seite an, ich vermied es ihn anzuschauen! Aber es war so schön das es neben mir saß, ich genoß es einfach seine nähe zu spüren!
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. :love:

-Kobbelix-

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23

Dienstag, 1. November 2011, 21:22

Wir saßen einige Zeit so da. Ich konnte den Blick einfach nicht von ihr lösen.
Doch nach einiger Zeit schaffte ich es und legte mich auf den Rücken und schaute in die Sterne. Ich spürte er als das ich es sah wie Marenchen sich zu mir hin drehte und mich anschaute.
Ohne den Blick von den Sterne abzuwenden sagte ich "Ist eine tolle Nacht oder ?" Aber es kam nur ein kurzes "Ja" als antwort. So lagen wir noch eine ganze weile da.
Dann drehte ich mich mit einer schnellen Bewegung zu ihr um, so das sie es nicht schaffte sich rechtzeitig weg zu drehen. "Wie soll das mit uns weiter gehen?" "Wie meinst du das?" fragte sie etwas verwirrt. "Ich hab das Gefühl das du nur mit mir hier her bist um Nils zu ärgern."


Marenchen

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24

Dienstag, 1. November 2011, 21:36

Kobbi hatte sich auf den rücken gelegt, ich beobachtete ihn, dann aufeinmal drehte er sich um und fragte: "Wie soll das mit uns weiter gehen?" Ich fragte ihn: "Wie meinst du das?" "Ich hab das Gefühl das du nur mit mir hier her bist um Nils zu ärgern." Ich mußte schlucken!

"Ähm nunja anfangs schon muss ich zugeben! Aber jetzt ist es anders" Er wollte wissen was jetzt anderes war als vor ner Stunde! Ich wußte es nicht, ausser das ich mich in seiner nähe einfach wohl fühlte! Ich schaute ihn an und mir viel nichts ein ausser mich näher an ihn zu rücken und ihn zu Küssen! Kobbi erwiderte den Kuss, es war schön seine Lippen auf meine Lippen zu spüren! Ich war glücklich!
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. :love:

-Kobbelix-

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25

Dienstag, 1. November 2011, 21:49

Während ich Marenchen küsste drängte sich ein Gedanken in meinen Kopf "Was willst du selber?"
Wir lagen noch eine ganze Zeit so da und küssten uns. Dann fing es an leicht zu Regnen und auf einmal war es der reinste Wolckenbruch.
Marenchen und ich waren klitsch nass bis wir es ins Auto geschafft hatten und nicht nur das es regnete es wurde auch noch kühl. Also beschlossen wir zurück zum Rose zu fahren und uns was trockens an zu ziehen.


26

Dienstag, 1. November 2011, 22:00

Ich lösch meinen Post nachher wieder, aber das ist jetzt einfach zu "spannend" hier 8)

Lady Kitsune

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Dienstag, 8. November 2011, 20:03

Langsam bricht die Nacht über Chicago herein und ich beobachte schweigend die letzten Sonnenstrahlen wie sie hinter den Häusern verschwinden und sich in einem letzten Kampf noch einmal farbenfroh präsentieren. Am Rande des Aussichtspunktes sitzend, lasse ich die Szenerie auf mich wirken… wie sich die Klänge der Vögel um mich herum langsam wandeln, sich die Luft abkühlt und nach und nach ein Licht nach dem anderen in den Häuserschluchten angezündet wird.
Seit Stunden sitze ich allein hier oben und kämpfe bereits jetzt mit meiner Sehnsucht. Es kam alles so überraschend.
Gerade als sich die Situation zwischen Moros und mir wieder beruhigt hatte eröffnete er mir, dass er die Stadt für eine ganze Weile verlassen müsse um seinen Aufträgen nachgehen zu können. Danach möchte er sich endlich etwas Ruhe gönnen, einfach nur er selbst sein. Allein. Auch wenn ich ihn verstehen kann, hat mich diese Nachricht sehr getroffen… würde es das Ende zwischen uns bedeuten hatte ich ihn gefragt und mich an ihn geklammert. Überraschenderweise hatte Moros leise gelacht und nur den Kopf geschüttelt

“Kitsu … denkst du wirklich nach all dem was passiert ist würde ich dich verlassen ? Ich muss einiges außerhalb erledigen für meinen…Auftraggeber und brauche auch Zeit für mich. Ich bin nicht aus der Welt und werde Mittel und Wege finden von mir hören zu lassen, versprochen.”

Das war vor ein paar Tagen. In dieser Nacht hatten wir nicht mehr viel geredet, sondern uns einfach nur treiben und fühlen lassen auch wenn es schwer gewesen war. Ich weiß er würde sein Versprechen halten und nach all den kleinen Verrücktheiten die ich in dieser Stadt und in meinem Leben schon erlebt hatte, wer weiß wohin es mich mal verschlagen würde ? Moros wollte nach der Erledigung seiner Aufträge nach Irland…bei dem Gedanken muss ich schmunzeln und meine Hand greift automatisch zu der Halskette die er mir geschenkt hatte.



Die ersten zwei Tage ohne ihn waren für mich die Hölle gewesen…und für Coner, der sich mit einer dauerbetrunkenen Kitsune hatte rumplagen müssen. Kurz vor Moros Abschied war ich zwar traurig gewesen, aber hatte das Gefühl damit schon irgendwie klarzukommen. Aber als er mich noch einmal geküsst und danach mit seinen Koffern das Baile verlassen hatte, wurde mir erstmal bewusst was gerade passiert war. Moros war weg…und das für lange Zeit. Vielleicht sogar für immer ? Mein Trost war mein guter Freund Whisky gewesen und am zweiten Morgen nach Moros’ Abschied durfte mich Coner sogar aus dem Keller nach oben tragen.
Der alte Mann hatte mir danach ordentlich ins Gewissen geredet…wie könne ich mich jetzt so hängen lassen wo Moros ihm und auch mir seinen geliebten Pub und damit auch seine Geschäfte überlassen hatte ? Außerdem würde ich Moros sicher irgendwann wiedersehen. Den Zweifel daran konnte ich zwar heraushören, aber im Endeffekt hatte Coner recht. Ich durfte mich jetzt nicht hängenlassen.

Mittlerweile ist es dunkel geworden und die Stadt präsentiert sich in einem Meer aus kleinen Lichtern, während am Himmel immer mehr Sterne auftauchen. Das Licht wird von dem Katana neben mir reflektiert und wirken hypnotisch…die Waffe war bereits sehr alt und hatte deutliche Spuren des Kampfes, aber dennoch sehr gepflegt und hatte nichts von ihrer ursprünglichen Stärke eingebüst.
Es war das Schwert meines Vaters gewesen. Das Einzige, was ich nach Jahren noch aus den Trümmern unseres Anwesens hatte retten können. Genau die richtige Waffe.
Meine Gedanken schweifen wieder ab…Moros hatte mir einige neue Kampftechniken gezeigt die er in Japan gelernt hatte, vor langer Zeit. Techniken, die weder mein Vater noch mein späterer Ausbilder erlernt hatten.
Noch beherrsche ich sie nicht perfekt dafür war die Zeit viel zu kurz, aber Moros hatte vor seiner Abreise alles versucht um mir einen möglichen Vorteil zu verschaffen. Offenbar hatte er seine Abreise schon wesentlich länger geplant als ich anfangs vermutet hatte.
Ich bin allerdings nicht die Einzige der Moros’ plötzlicher Weggang zu schaffen macht.


Fortsetzung folgt sofort...



Lady Kitsune

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28

Dienstag, 8. November 2011, 20:04

Fortsetzung

Rückblick:

Dieser Gang war mehr als schwer für mich gewesen, aber ich hielt es für richtig ihnen das mitzuteilen. Vor allem ihr auch wenn ich sie vor kurzem am liebsten noch umgebracht hätte. Schweren Herzens klopfte ich an die Tür der Villa und wartete einen Moment ehe Clyx mir die Tür mit einem überraschten und etwas skeptischen Blick öffnete.
“Kitsune was machst du denn hier?”, wurde ich gefragt und im gleichen Moment hereingebeten. Ein wenig unschlüssig stand ich in der Eingangshalle und suchte nach den richtigen Worten. Clyx schien etwas nervös zu sein so wie sie zur Treppe schaute und ich konnte es ihr nicht
mal verdenken.
“Es geht um Moros. Er ist leider nicht mehr dazu gekommen es euch persönlich zu sagen, aber er hat die Stadt für eine Weile verlassen. Ich weiß nicht ob er überheutp wiederkommt.”, meine
Stimme
war etwas brüchig, wurde leiser zum Schluss und Clyx starrt mich verwirrt an. Die Gedanken in ihrem Kopf schienen auf Hochtouren zu laufen. “Was meinst du damit ? Wo ist er denn hingegangen ? Und warum ?”, wir setzten uns auf eine der Bänke und ich zuckte mit den
Schultern.
“Genaueres weiß ich auch nicht Clyx. Er meinte nur, dass er einiges im Ausland zu erledigen hätte und auch Zeit für sich braucht. Kann mir denken womit es was zu tun haben könnte, aber dass hat er mir im Vertrauen gesagt bitte versteh das ich nicht näher darauf eingehen kann.” Die Patin der Esecutori nickte leicht und machte ein nachdenkliches Gesicht. Ihr Blick fiel mit einem sanften Lächeln auf die Kette die mir Moros geschenkt hatte und ich erwiderte ihren Blick, wenn
auch eher
mit traurigen Augen. Minutenlang saßen wir einfach nur da, sehen uns an und ich konnte ihre Gedanken förmlich lesen.
“Hör zu Clyx. Du weißt das Flenn und ich…nicht gerade auf gutem Fuß miteinander stehen und ich kann es verstehen wenn du mich nicht zu ihr lassen möchtest, aber ich würde ihr das gerne selbst sagen. Meine Waffen kann ich auch hierlassen wenn dich das beruhigt.”, fügte ich noch mit
einem Grinsen hinzu und Clyx lachte leise.
“Wir wissen beide das du nicht unbedingt deine Waffen brauchst. Aber ich versteh dich. Du kannst
ruhig zu ihr gehen wenn du dich dazu im Stande fühlst.”
Nach einer kurzen Umarmung ging ich die Treppe nach oben, folgte dem Flur bis zu ihrer Tür und atmete noch einmal tief durch bevor ich anklopfte. Es dauerte nicht lang und die Tür ging auf. Zu sagen Flenn sei überrascht gewesen wäre weit untertrieben…entsetzt war wohl zutreffender. “Was machst du denn hier ?”, fragte sie etwas bissig und verschränkte die Arme. Jetzt bleib bloß ruhig Kitsu, sagte ich mir innerlich und versuchte einen neutralen Gesichtsausdruck beizubehalten.
“Darf ich kurz reinkommen ? Es wird nicht lange dauern.”, Flenn zögerte kurz, ließ mich dann aber doch eintreten. Unauffällig schaute ich mich in ihrem Zimmer um ehe mein Blick wieder den ihren traf und so standen wir einander gegenüber.

“Flenn ich mach es kurz und glaube nicht das mir das hier leicht fällt nach allem was passiert ist, aber ich halte es für richtig dir selbst zu sagen das Moros die Stadt verlassen hat, ehe du es von irgendwem anders hörst.”, meine Miene blieb neutral, aber in Flenn’s Gesicht waren einige Emotionen abzulesen.
“Was meinst du damit er hat die Stadt verlassen ? Für wie lange ?”, ich zuckte mit den Schultern und wandte meinen Blick ab.
“Ich weiß es nicht. Aber es hörte sich so an als wäre er eine ganze Weile weg. Bin mir nicht sicher ob er überhaupt noch mal wiederkommt um ehrlich zu sein.”, fügte ich leise hinzu und wurde plötzlich überrumpelt indem Flenn meine Oberarme packte und mich mit verzweifelter Stimme
anschrie.

“Und du hast ihn gehen lassen ?! Hast du sie noch alle ? Ausgerechnet DU hättest ihn davon abhalten sollen !”, ich beobachtete ihre feuchten Augen, ihre Wut darin und löse mich aus ihrem
Griff.
“Ich hätte es getan und das weißt du genau. Aber es gibt eben Dinge die man nicht ändern kann…und ich weiß, dass er in diesem Fall keine andere Wahl hatte. Moros hätte mich nicht allein zurückgelassen unter anderen Umständen.”, den letzten Satz sprach ich mit Nachdruck und
es war deutlich zu sehen das Flenn am liebsten etwas gesagt hätte, es aber mit Widerwillen herunterschluckt. Gerade als ich mich umdrehen wollte um zu gehen fixieren ihre Augen meine Kette und ich merkte, wie sich ihr Körper verkrampfte. Mein erster Impuls war es ihr etwas an den Kopf zu knallen damit sie endlich Ruhe gibt was das betrifft, aber ich in ihrer Situation würde wohl nicht anders reagieren.

“Hör zu Flenn ich sage dir das in aller Ruhe. Schlag ihn dir aus dem Kopf. Es mag was zwischen euch gewesen sein und ich verstehe dich gut, aber Morosist mein Partner nicht deiner. Du wirst sicher keine Probleme damit haben jemand anderen zu finden. Lass die Finger von ihm und wir zwei
können im Sinne unserer Paten vielleicht sogar ganz gut miteinander auskommen. Aber überspann den Bogen nicht.”, mit diesen Worten ging ich in Richtung Tür.
“Kitsune ?”
“Ja ?”
Wir schweigen einander an, Worte sind nicht nötig. Ein kurzes Nicken genügt und ich mache mich auf den Weg nach Hause.


Freunde werden wir wohl nie werden, aber sie hatte es verdient zu wissen was passiert ist auch wenn mir die Angelegenheit noch so sehr aufstößt. So wie es aussieht, werde ich meinen Kampf wohl alleine auszutragen haben, aber andererseits hatte ich auch nie vorgehabt Moros da mit reinzuziehen. Wobei sich mir nun eine Frage stellt…würde ich ihn wirklich wiedersehen ? Vielleicht überlebe ich nicht. Vielleicht würde er irgendwann wiederkommen um zu erfahren, dass ich nicht mehr bin.Verärgert über mich selbst und über mein ewiges Nachdenken nehme ich noch einen Schluck Sake zu mir. Moros ist irgendwo da draußen und ich muss ihn wiedersehen egal wie lange es dauert. Wäre er hier würde er lachen und vermutlich mit seinem typischen Grinsen im Gesicht sagen “Na also, dann kannst du gar nicht sterben.”
Langsam stehe ich auf, suche meine Sachen zusammen und schaue ein weiteres Mal in den Sternenhimmel über mir. Viel Glück mein Engel, auf das wir uns bald wiedersehen.

Dann verschwinde ich mit seinem Motorrad in die Nacht. In eine ungewisse Zukunft.


Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lady Kitsune« (8. November 2011, 20:17)


Lady Kitsune

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29

Montag, 19. März 2012, 21:15

Ich weiß gar nicht mehr genau wann ich das letzte Mal hier gewesen bin. Normalerweise habe ich immer die Lichter der Stadt beobachtet, verloren in meinen Gedanken, aber heute nicht. Heute habe ich nur Augen für die Sterne über mir und sonst nichts.
Die Nacht ist mild, der Frühling meldet sich und ich liege ruhig auf der Grasfläche unter mir, lasse meinen Blick über die leuchtenden Punkte am Nachthimmel gleiten. Schon länger habe ich kein wirkliches Zuhause mehr...mein altes Apartment ist verwüstet und im Baile ist schon lange kein Platz mehr für mich. Natürlich ist das Quartier vom G-Söx eine Unterkunft für mich und ich komm auch mit allen dort gut aus, aber ich vermisse einfach meinen Freiraum, meine Unabhängigkeit.
In den letzten Tagen ist eine Menge passiert in den Straßen Chicagos. Egal wie unterschiedlich die Menschen und die Gangs sind, wenn es darum geht der "Obrigkeit" ein Schnippchen zu schlagen wird zusammengearbeitet. Massenüberfälle an allen Ecken und Enden, in jedem Viertel der Stadt...gefolgt von einer Masse an Schnappsleichen vom anschließenden Besäufnis und der ein oder anderen wirklichen Leiche.
Auch ich hatte Glück gehabt und mit meinen Leuten einiges abgestaubt. Aduya wollte mich gleich danach zu einem wahnsinns Shoppingtrip überreden, aber ich habe anderes mit dem Geld vor und in der Stadt hätte ich es wohl doch nur verprasst. Wobei...diese Stiefel die ich letztens gesehen habe werd ich mir definitiv zulegen !
Davon allerdings abgesehen möchte ich mir wieder etwas aufbauen, etwas eigenes. Das Geld sollte eigentlich reichen um mein altes Apartment wieder auf Vordermann zu bringen.
Ein sanfter Wind weht und es bildet sich eine leichte Gänsehaut auf meinem Körper...eine innere Unruhe macht sich in mir breit. Mein Körper hat sich vollständig erholt in den vergangenen Monaten aber ich fühle mich leer...ich habe meine Rache bekommen und nun ? Bei dem Gedanken wird mir klar, dass ich mich eigentlich nie wirklich eingelebt habe in dieser Stadt oder mich auf die Menschen hier tatsächlich eingelassen hätte. Aduyas Kino hab ich nur einmal besucht, Clyx und Flenn hab ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen.
Nach ein paar weiteren Minuten setze ich mich hin und krame in meiner Tasche nach der Whiskyflasche. Im Stillen nehme ich einen Schluck und male mir in Gedanken mein neues Zuhause aus...



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Moros

Hitman

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Mittwoch, 21. März 2012, 01:02

Ich stehe am Abhang des Aussichtspunkt und Blicke auf die Stadt zu meinen Füßen. Ihr Anblick ruft gemischte Gefühle in mir auf. Erinnerungen schießen mir durch den Kopf.

Das Rose, dort habe ich meine ersten Schritte in der Unterwelt von Chicago gemacht und so manche Nacht mit Nisl, Mharock und Eazy gesoffen. Meine ersten Feind gefunden. Aber auch meinen ersten Frieden geschlossen.

Franks Jass Club. Man was hab ich da schon gefeiert. Dort hatte ich meinen ersten Kontakt zu den wirklich Großen Gangstern der Stadt. Die meisten davon sind mittlerweile spurlos verschwunden.

Der Fight Club, in dem ich das erste Mal wegen meiner großen Klappe was auf selbige bekommen habe.

Nobody´s Red Eye Coffee Shop. Irgendwie habe ich an den kaum noch Erinnerungen. Woran es wohl liegen mag? :D

Die Villa der esecutori di loop. Ein Ort der mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Dort habe ich sowas wie ein zweites zu Hause gefunden. Auch wenn das in meinen Leben oft für eine Menge Ärger gesorgt hat. Besonders mit Kitsune.

Kitsune. Die Zeit die wir zusammen verbracht haben war etwas Einmaliges. Mit allen höhen und Tiefen die eine Stadt wie Chicago für ein junges brutales Gangsterpaar zu bieten hat. Im Baile haben wir eine schöne Zeit gehabt. Doch jetzt wo die Räume leer stehen in den Sie sich eingerichtet hatte ist das Baile auch kein richtiges Zuhause mehr für mich.
Coner mein Barmann hat mir versichert das er meine letzten Anweisungen befolgen wird. Ich habe ihm den Schlüssel zum Baile gegeben mit der Bitte sie an Kitsune weiter zu geben. Ihr selbst wollte ich nicht begegnen. Abschiede tun auch so schon weh, da muss ich es nicht noch schlimmer machen. Dafür hab ich ihr einen Brief zu den Schlüsseln geschrieben.
„Hey Kitty.
Ich weiß dass das jetzt etwas überraschend kommt, aber ich verlasse die Stadt. Wann und ob ich wieder komme weiß ich nicht. Ich habe dein Leben hier in der Stadt ganzschön durcheinander gebracht. Nimm die Schlüssel zum Baile, es soll dir gehören. Führe den Laden weiter oder Verkauf ihn und bau dir ein neues Leben auf.

Alles liebe
Moros“

Ruckartig wende ich mich von der Stadt ab. „Zeit aufzubrechen“ sage ich mir und steige in den Wagen.

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

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Mittwoch, 21. März 2012, 06:27

Entschieden lehne ich mich gegen die Brüstung.
Der frische Duft der Frühlingliebe versucht meine krümme Nasenscheidewand zu erobern und ein Gefühl von Heimat ergreift mich.
Es will noch nicht so recht, doch ich kenne das. Du musst deinem Körper Zeit geben!
Ich atme die unverfälschte warme Frühlingsluft ein, seufze im Gedanken an alte Zeiten und endlich stellt sich das erhabene Gefühl ein.
Endlich.
Ich kotze im weiten Bogen über die Brüstung.
Aussichtspunkt.
Chicago.
Gut, dass es noch immer Leute gibt, die es zu würdigen wissen und sich besser benehmen.
Ein weiterer Schwall stößt hoch und ich würge.
Scheiß Whisky. Ist doch alles Kacke!
Morgenhimmel hoch. Wie ein vergammeltes Baiser.
Ich könnt kotzen wenn ich nicht schon völlig entleert wäre.
Mit dem linken Handrücken wische ich mir keuchend über die Mundwinkel und lasse mich grob auf den Borstein plumpsen.
Jetzt muss nur noch ein barmherziger Samariter (die sind hier selten, weit weg dieses Samaria) vorbei kommen und mich lieb haben. Bis dahin kann ich in Ruhe nachedenken.

Früher war mehr Lammetta, sagt Mutter immer...

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Mittwoch, 21. März 2012, 08:04

"Daaahaas musste magesagtwern! Jahaaa!" Schon wieder würgt der Kerl, aber spuckt nur noch Galle.
Leicht angewidert reiche ich ihm eine Flasche mit Wasser, damit er sich den Mund ausspülen kann. Wie ich das hasse, wenn mich am frühen Morgen jemand aus dem warmen wohligen Bett klingelt und alles was mich erwartet ist ein volltrunkener Handwerker, der nicht weiß, wann er genug hat.
"Schwester, da ist ein Schwerkranker, der verteilt seine Viren über ganz Chicago! Kommen Sie schnell, bevor hier Pest und Cholera ausbrechen! Schnell!"Klick. Tuut tuut tuut.
Kein Virus, noch nicht mal eine ordentliche Platzwunde, die ich mit feinen Stickereien versehen könnte, nichts! Und dafür habe ich mich hier rauf gequält. Entnervt packe ich Fatcaps Arm und zerre ihn zum Auto. "Lametta!"
"Es ist Schluss mit Lametta. Setz dich da rein. Und halt die Papiertüte griffbereit!"
"Die Snapsdrolllellln haben Lametta! Hat Mama aber gaaaarnich gsagt! *rülps* Moooment, ich hab' da was vergessn..." Er stößt die Autotür auf, beugt sich heraus, dabei verliert er die Kontrolle, knallt fast mit dem Kopf auf den Asphalt und sendet seine nächste Botschaft lauthals unter den Wagen, was ich dann doch relativ bemerkenswert finde. Es dauert auch nur einen kurzen Augenblick bis er sich wieder aufrecht sitzend im Wagen befindet, die Türe schließt und mir mit einem auffordernden Kopfnicken und einer richtungsweisenden Handbewegung nur entgegengrunzt: "Dann mal los!"
Zwei Minuten später schläft er selig auf dem Beifahrersitz. Zuhause angekommen beschließe ich, ihn dort einfach schlafen zu lassen. Er wird irgendwann schon alleine nach Hause finden. Das hoffe ich jedenfalls.

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Fatcap

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Dienstag, 27. März 2012, 12:48

Brutal und ohne Rücksicht marschieren Horden von kleinen Sonnenstrahlen durch meine Augenlieder und beginnen damit mein Gehirn zu malträtieren.
"Licht aus! Tür zu!", brülle ich so laut es geht. Meine Lunge kratzt, es krächzt ich huste, der Würgereflex setzt ein.
"Nanana", sagt eine liebreizende Stimme die jeglichen Humor missen lässt und fügt hinzu:" wenn du jetzt in mein Auto kotzt, dann werd ich laut." Beim letzten Wort hebt sie bedrohlich die Stimme und mein verkatertes Hirn gibt mir einen ersten Vorgeschmack darauf wie es wäre, wenn sie laut spräche.
Ich schlucke.
"Und jetzt raus aus dem Auto! Hast schon 6 Tage auf der Rückbank geschlafen. Schämst du dich garnicht?"
Schämen? Nicht akut...
"Außerdem muss ich jetzt zum Markt und brauche das Auto! Heute ist Kartoffel-Dienstag. Da kauf ich gleich etwas mehr."
Wnn ich nicht aufpasse tischt sie mir gleich noch ihre ganze Lebensgeschichte auf und hält eine wissenschaftliche Abhandlung über Entstehung, marktwirtschaftliche Bedeutung und sozial Auswirkungen des Staudensellerie-Donnerstag-Markts. Nichts wie weg.
Ohne mich mit der Frage aufzuhalten, wie ich in ihr Auto gekommen bin oder welcher Tag gerade ist, krabbel ich von der Sitzbank auf die Straße und bereite mich innerlich auf die Flucht vor.

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Dienstag, 27. März 2012, 20:50

"Sagen Sie mal, Mr. Cap... Ich darf Sie doch Fat nennen? Wollen Sie auf allen Vieren nach Hause kriechen oder lernen wir heute noch den aufrechten Gang, Mister? Und die Sabberflecken auf der Fußmatte sollten Sie bitte auch noch entfernen! Das sind doch Speichelflecken?"
Mit wirrem Blick sucht der Kerl die Matte ab, zögert kurz und hält sich den Teppich unter die Nase. "Nehm ich mit. Mach ich sauber."
Plötzlich ertönt von hinten ein wildes Geklingel. Der Prediger rauscht quietschend mit seinem alten Drahtesel herbei, lässt abermals die Klingel rappeln und brüllt mit hicksender und sich überschlagender Stimme: "Alle Macht den Abstinenten!" Fürchterlich eiernd radelt er vorbei und lässt seine Sutane wehen. Ich bin etwas verstört und Fatcap nutzt die Situation, klemmt sich die Fußmatte unter den Arm, klappt den Mantelkragen hoch und marschiert zielstrebig über die Straße. In der Mitte angekommen, schaut er hoch, blickt sich um und entscheidet sich für eine andere Himmelsrichtung.
"Undankbarer Schmierfink!" murmele ich ihm noch hinterher. Aber ich habe keine Zeit, noch weitere Gedanken an den Säufer zu verschenken. Ich muss schließlich zum Kartoffelmarkt...

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Dienstag, 27. März 2012, 21:00

Mit in die Ferne gerichteten Blick reite ich durch die Straßen von Chicago. An einem Tag wie diesen ist es nicht klug sich etwas vorzunehmen. Am Besten man lässt den Gaul einfach machen. Auf ihn ist immer verlass, irgendwo wird er mich schon hinbringen. Die Straßen ziehen an mir vorbei und die Menschen rund um mich werfen mir überraschte Blicke zu. Die haben sich wohl noch immer nicht an einen reitenden Cowboy gewöhnt und bei dem Gedanken entlockt es mir ein Grinsen bis über beide Ohren.

Dieser Luxus nach dem diese Menschen trachten, was haben sie davon? Sie bekriegen sich und gehen sich gegenseitig an die Gurgel. Macht man einmal einen Fehler, wird wild nach ausreden gesucht und selbst anständige Gangster lassen sich in dieses Gewirr mit hineinreißen. Einmal mehr kommt mir der Gedanke diese Stadt zu verlassen, im Grunde passe ich nicht in diese Gegend. Ein Cowboy macht sich nun mal nichts aus diesen Dingen, er reitet dem Horizont entgegen und hält Ausschau nach schicken Damen.

Da kommt mir ein Gedanke und ich klopfe auf die Seitentasche am Sattel. Ein leises Klirren ist die Antwort auf mein Tun. So, ich hab also noch ein paar Flaschen dabei. Die letzten Wochen war ich eh viel zu trocken denke ich mir und ich treffe einen Entschluss. Ich begutachte meine Umgebung genauer und erkenne den Aussichtspunkt von Chicago. Ein idealer Ort für meinen heutigen Plan, jetzt bräuchte ich nurnoch...

Plötzlich öffnet sich eine Autotür direkt vor meinem Gaul und ein besoffener Kerl fliegt auf die Straße. Mein Gaul schnauft verächtlich und beginnt den besoffenen Kerl anzustupsen. Irgendwie scheint er den Kerl zu kennen. Dieser liegt jedoch nur am Boden und ist krampfhaft damit beschäftigt nach Luft zu schnappen die er mit Beschimpfungen vergeudend in großen Stößen von sich gibt.

Ich erkenne ihn an der Stimme und meine Stimmung hellt sich noch mehr. Ich reite an seine Seite und ziehe ihn vor mich auf den Sattel. HAHA, Fatcap du alter Junge, du kommst mir gerade recht. Ey, du riechst nach einer heftigen Nacht. Ich werd dich mal wieder auf die Beine bringen.

Kennst du das legendäre Reperaturseiterl? Das trinkt man dort wo ich herkomme, ich habe für dich jedoch den besten Whiskey in der Stadt. Ich greife in meine Tasche und hole die Flasche heraus. Ich öffne sie und stecke sie ihm einfach in den Mund, reiße seinen Nacken zurück und lasse ihn einen großen Zug nehmen. Als sich seine Augen fast zum Platzen geweitet haben, lasse ich von ihm ab und steuere den Aussichtspunkt an.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nobody is perfect« (27. März 2012, 21:05)


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Fatcap

Zitrusfrucht

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36

Dienstag, 27. März 2012, 22:45

Was? Wo? Ich hätte schwören können, dass ich in der Innenstadt bin... Oder zumindest in Süd-Hirschhausen... Und nu hier! War ich die ganze Zeit am ollen Aussichtspunkt?
Was macht der betrunkene Pastor denn da?
Hihi, da is'n Cowboy.
Ich lache laut über dieses Trugbild...
Ich muss meinen Verstand verloren haben.
Da fluch' ich doch einfach mal etwas.
Ich kann ja die Kartoffeltrulla anmeckern, die ist ja eh nicht echt. Solche gibt's doch garnicht!
Schwupp, der Cowboy hebt mich hoch... Haha, was für ein beknackter Traum!
Ich lalla wirr und gebe auf.
Ja, ich bin wahrscheinlich selber ein Cowboy. Oder Indianer.
Feuerwasser in den Rachen, er wird schon wissen was er tut.
Wo soll ich das denn alles hintrinken???

Ich plumpse wieder auf den Boden.
Mal sehen, wo ich dieses Mal aufwache...
Ist's eigentlich gefährlich hier?
Och, wird schon jemand aufpassen...
Und dankbar lasse ich meinen Verstand in die Schwärze abtauchen.

They don't think it be like it is, but it do.
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37

Mittwoch, 28. März 2012, 12:46

"Daaahaas musste magesagtwern! Jahaaa!" Schon wieder würgt der Kerl, aber spuckt nur noch Galle.
Leicht angewidert reiche ich ihm eine Flasche mit Wasser, damit er sich den Mund ausspülen kann. Wie ich das hasse, wenn mich am frühen Morgen jemand aus dem warmen wohligen Bett klingelt und alles was mich erwartet ist ein volltrunkener Handwerker, der nicht weiß, wann er genug hat.
"Schwester, da ist ein Schwerkranker, der verteilt seine Viren über ganz Chicago! Kommen Sie schnell, bevor hier Pest und Cholera ausbrechen! Schnell!"Klick. Tuut tuut tuut.
Kein Virus, noch nicht mal eine ordentliche Platzwunde, die ich mit feinen Stickereien versehen könnte, nichts! Und dafür habe ich mich hier rauf gequält. Entnervt packe ich Fatcaps Arm und zerre ihn zum Auto. "Lametta!"
"Es ist Schluss mit Lametta. Setz dich da rein. Und halt die Papiertüte griffbereit!"
"Die Snapsdrolllellln haben Lametta! Hat Mama aber gaaaarnich gsagt! *rülps* Moooment, ich hab' da was vergessn..." Er stößt die Autotür auf, beugt sich heraus, dabei verliert er die Kontrolle, knallt fast mit dem Kopf auf den Asphalt und sendet seine nächste Botschaft lauthals unter den Wagen, was ich dann doch relativ bemerkenswert finde. Es dauert auch nur einen kurzen Augenblick bis er sich wieder aufrecht sitzend im Wagen befindet, die Türe schließt und mir mit einem auffordernden Kopfnicken und einer richtungsweisenden Handbewegung nur entgegengrunzt: "Dann mal los!"
Zwei Minuten später schläft er selig auf dem Beifahrersitz. Zuhause angekommen beschließe ich, ihn dort einfach schlafen zu lassen. Er wird irgendwann schon alleine nach Hause finden. Das hoffe ich jedenfalls.

8| ?( :wacko: ^^ :whistling:

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38

Donnerstag, 29. März 2012, 20:11

Völlig volltrunken blicke ich in die weite Ferne von Chicago, verdamm nochma ey, seit wann ham die denn die Gaunzen neuen Hoiser hier gebaut? Wo bin isch hier überhaupt? Bin isch noch in Chic hier? Is alles so verschwommn hier, ne zweite Sonn? WTF? :cursing:

Vor lauter Schreck stolpere ich rückwärts und falle über meine eigenen Beine. Die Flasche mit den letzten Schlucken landet im hohen Bogen über die Brüstung und ich kann dem Inhalt nur traurig hinterher blicken. Ein wirrer Schwall von Flüchen folgt der fallenden Flasche und schnell krabbel ich an den Rand des Abgrundes heran. Mit lautem Knall landet die Flasche auf einem der unten geparkten Schrottkisten und geschockt halte ich die Luft an.

Upsssschhh, isch wars ned. 8o

Plötzlich springt die Autotür auf und ich höre schrille Rufe aus dem inneren des Autos. Ich ziehe mich ein Stückchen zurück und blicke nervös über den Rand. Da fällt auch schon ein Kerl aus dem Auto und als er sich auf den Rücken dreht erkenne ich ihn als Fatcap.

Übermütig springe ich in die Höhe und Winke meinem Freund zu, EY ALDER! HEY, kommse rauf, hier issch ne zweite Sunn am Himme!

Er erblickt mich und winkt wir abwesend zu, wobei er einen verblüfften Gesichtsausdruck aufgelegt hat.

Wartst ma kurz ey, isch komm runda!

Mit viel Schwung drehe ich mich in Richtung Stiegenaufgang und setze zu meinem ersten Schritt an, als ich auf eine Banane (ja richtig, is kein Scherz!) trete. Der Sturz und mein Zustand zeigen seine Wirkung, im hohen Bogen falle ich über die Brüstung in im nächsten Augenblick finde ich mich wieder im freien Fall.

Total begeistert rufe ich: Ey Fatcap! WUHU, fangste mich auf!

Aber der liegt nur aufn Rücken und bricht in ein schallendes Gelächter aus. Nur knapp verfehle ich einen Fahnenmast, bleibe jedoch mit der Peitsche an dem Ding hängen. Das Ding rollt ich aus und beginnt unter viel Spannung meinen Sturz schlagartig zu stoppen. Ich werde ein Stück zurück geschleudert und noch während des Flugs entledigt sich mein Körper vom überschüssigen Gewicht.

Die Peitsche dehnt sich ein zweites Mal zu voller Länge, bricht und die letzten vier Meter sind schnell hinter mich gebraucht. Ein stechender Schmerz durchfährt meine Schulter.

Jedoch der Alkoholspiegel und der Adrenalinpush tun sein übriges. Als hätte ich nichts abbekommen springe ich auf und sehe Fatcap der in meine Richtung stolpert. Da mir vor lauter Suff nix einfällt schreie ich nur wirres Zeugs vor mich hin.

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Fatcap

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39

Donnerstag, 29. März 2012, 21:52

Brutal und ohne Rücksicht marschieren Horden von kleinen Sonnenstrahlen durch meine Augenlieder und beginnen damit mein Gehirn zu malträtieren. Ein irgendwie vertrautes Gefühl…
"Licht aus! Tür zu!", brülle ich so laut es geht. Meine Lunge kratzt, es krächzt, ich huste, der Würgereflex setzt ein.
"Nanana", sagt eine liebreizende Stimme die jeglichen Humor missen lässt und fügt hinzu:" wenn du jetzt in mein Auto kotzt, dann werd ich laut." Diese Stimme… Ich hab ein Déjà-vu! Die Art, wie sie beim letzten Wort bedrohlich die Stimme hebt und mein verkatertes Hirn mir einen ersten Vorgeschmack darauf gibt, wie es wäre, wenn sie laut spräche…
Ich schlucke. Was ist hier los?!
"Und jetzt raus aus dem Auto! Hast schon 6 Tage auf der Rückbank geschlafen. Schämst du dich gar nicht?", nuschel ich und kann ihr deutlich ansehen, dass das genau ihr Gedanke war.
"Außerdem musst du jetzt zum Markt, oder? Du brauchst das Auto! Heute ist Kartoffel-Dienstag. Da kaufst du gleich etwas mehr… Hab ich recht?" Sie schaut verwirrt… Ich weiß nicht warum, aber ich weiß einfach, dass das das war, was sie sagen wollte.
Doch sie überrascht mich: „Kartoffeldienstag? Es ist Möhrenmittwoch! Aber ja, ich brauche das Auto.“
Sie wirkt verwirrt.
„Wenn sie also bitte gehen könnten?“
Nichts wie weg.
Irgendwie ist hier alles verkehrt! Ich war sicher, es wäre Dienstag. Mein Kopf brummt. Das Adrenalin kämpft gegen den Alkohol. Noch zeichnet sich kein Sieger ab…
Ohne mich mit der Frage aufzuhalten, wie ich in ihr Auto gekommen bin oder welcher Tag gerade wirklich ist, krabbele ich von der Sitzbank auf die Straße und bereite mich innerlich auf die Flucht vor.
Wo bin ich denn hier?
Da brüllt jemand!
Ahhh, der Aussichtspunkt. Und da oben ruft jemand meinen Namen!
Man ist der Breit :D
Ich lache laut drauf los. Das tut zwar weh, aber alles ist einfach so surreal. Und dann höre ich immerzu Stimmen! Die hübsche Dame der Maodi… Sie sagt, dass alles falsch ist! Und da ist mein Pate… Er lacht auch, glaube ich. Und Sunny… Das ist echt zu viel! Ich übergebe mich vorsorglich.
Als ich halb weinend und halb lachend in den Himmel starre fliegt wie selbstverständlich ein Cowboy vorbei.
Das war's: Nie wieder Alkohol.
Ich kichere ein letztes Mal und gönne meinem Hirn endlich die wohlverdiente Pause.
Ich falle glücklich grinsend in Ohnmacht.

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Marenchen, MORELLO

Tano Badalamenti

unregistriert

40

Freitag, 30. März 2012, 04:06

Es klopft an meiner Tür.

Völlig schlaftrunken quäl ich meine übermüdeten Knochen aus dem warmen Bett und taumel dem Gräusch, welches unaufhörlich aus der Richtung meiner Zimmertür pocht entgegen.

Ich öffne die Tür und kneife im selben Moment meine Augen, geblendet vom grellen Licht aus dem Flur, welches meine Pupillen auf ein Minimum verkleinert, zusammen.

Sam steht vor der Tür.

Lag die eben nicht noch neben mir? *am Kopf kratz*
"Was ist denn los? Warum bist du mitten in der Nacht in voller Montur" frag ich.
"Tano, ich mach mir Sorgen um den Dicken, der hat sich vor ner Woche abgemeldet und wollte Zigaretten kaufen gehen und nu ist er immernoch nicht zurück" antwortet sie.
Da springt Duzzy plötzlich hervor und meldet verärgert "Und ich hab ihm auch noch die Kohle dafür geliehen"

Erstmal einen Hieb aus der Whiskeypulle und dann werden die Gedanken sortiert.
Der war letzte Woche beim Rathaus und hat sich da nach ner Stelle umgehört... angeblich zahlen die besser... aber das er dort nicht den Schutz genießt wie bei uns hab ich ihm auch klar gemacht.
Wo könnte er sein, wo könnte er sein?
Mir fallen 1000 Orte ein.

"Sam, du übernimmst die Stripclubs, da will ich Duzzy nicht hinschicken, der bleibt da eh nur hängen. Duzzy, du schaust ob in der alten Bretzelbäckerrei noch Licht brennt... der Laden von Fatcap, du weißt schon" raune ich den beiden entgegen bevor ich mir den Mantel überwerfe und auf die Garage zusprinte.

Es ist mitten in der Nacht und es schüttet wie aus Kübeln, aber was tut man nicht alles für einen hochgeschätzten Kollegen und Freund.
1
2
3 Versuche und die alte Mühle springt endlich an.
Zum Glück... zu Fuß hätte ich das Viertel jetzt ungern absuchen wollen, das Dach und die Fensterdichtungen sind zwar auch nicht mehr so wie sie sein sollten und lassen vereinzelte Sturzbäche in meine Karre dringen, aber damit habe ich mich mitlerweile arrangiert.

Ich überlege kurz welche Orte ich abfahren sollte um Fatcap zu finden.
Mein inneres Auge veranstaltet gerade eine Diashow... und plötzlich assoziiere ich das irgendwie mit einem Aussichtspunkt, von dem aus man Panorama-Fotos schießen kann.
Der Gedanke brennt sich in meinem Kopf fest und ich versinke in Überlegungen... was will mir mein übermüdetes Hirn da mitteilen? Will es mir überhaupt irgendwas mitteilen oder spielt mir mein Bewustsein nur einen bösen Streich?

Ich schüttel kräftig den Kopf um wieder klare Gedanken einschleusen zu können und töte diese im nächsten Moment wieder ab indem ich ihnen den nächsten Hieb Single Malt hinterherjage.
Was ist das auch für eine unchristliche Uhrzeit?

Weiter gehts, die Straße rauf auf den Berg, als ich plötzlich ein Lasso in einem Baum hängen seh, kurz dannach ein angebundenen Gaul... was ist hier los?
Ich schalte die Scheinwerfer aus und lass meine Rostlaube langsam auf die Spitze des Hügels knattern.
Ein Licht ist zu sehen, es sieht wie ein Lagerfeuer aus. Es ist ein Lagerfeuer. ich drehe den Zündschlüssel auf 0, aber der Motor knattert noch weiter.
"Dämliche Karre" fluch ich in Gedanken, tret das Bremspedal voll durch, leg den ersten Gang ein und geb Vollgas. Problem erledigt.
Ich steig aus, näher mich dem Lagerfeuer und seh einen zerzausten Cowboy, mit tief ins Gesicht gezogenem Hut, daneben liegen. Während er schön zugedeckt unter einer Hanfdecke schlummert liegen neben ihm zig Flaschen Fusel völlig unbedeckt...

..ein paar Meter weiter scheint meine Odyssee endlich ein Ende zu haben.
Ich habe ihn gefunden.
Vor mir liegt Fatcap. Die Speichel rinnt ihm die Mundwinkel herunter und er sieht aus wie ein entflohener, verflohter Häftling aus dem Joliet, aber es ist Fatcap.
Mit ordentlich Mühe gelingt es mir ihn aufzustämmen und ihn geschultert zu meinem Wagen zu schleifen.
Während der 100 Fuß zu meiner Karre denke ich noch daran Fatcap erstmal 2 Tage in der Gangtoilette ausnüchtern zu lassen. Diesen Gedanken verwerfe ich allerdins in dem Moment in dem der Wind in meine Richtung weht... so übel hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Am Wagen angekommen öffne ich den Kofferraum und lass Fatcap von meiner Schulter in seine persönliche Achterbahn plumpsen. Auch wenn meine Mühle noch so schrottig ist, reingereiert wird mir da nicht.

Ich brauch diesmal nur einen Versuch. Die Karre springt sofort an und ich steuer unser HQ an, in der Hoffnung das Sam und Duzzy nicht noch die halbe Nacht nach den Drunkenbold suchen...

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