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Moros

Hitman

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1

Donnerstag, 18. August 2011, 22:23

Chicago Aussichtspunkt. Treffpunkt für Verliebte und einsame Wölfe.

Das Baile läuft irgendwie nicht wirklich an. Ich habe mich hinter die Bar verzogen und mein Blick fällt auf den Stiefel an der Spiegelwand.

"Hey Moros.“ Höre ich die Stimme einer alten Weggefährtin die ich in dieser Stadt kennen gelernt hab. „Es gibt da einen Platz von dem aus man die ganze Stadt überblicken kann. Komm ich zeige ihn dir. Da ist es immer ruhig und kaum einer kommt da vorbei. Nicht mal die Bullen.“

Ich greife mit eine Flasche und nehme einen kräftigen Schluck und blicke wieder auf den Stiefel.
„Lange her dass wir es hier haben krachen lassen.“ Denke ich mir und nehme noch einen Schluck. Dann fasse ich den Entschluss zu diesen Platz zu gehen. Wir hatten es nie geschafft mal zusammen dorthin zu gehen, aber die Wegbeschreibung hat sich in meinen Kopf gebrannt. Schnell noch ein paar Flaschen Whisky und den Stiefel gepackt. Dann geh ich, ohne ein Wort zu sagen los. Die Blicke meiner Angestellten kann ich grade zu in meinen Nacken spüren.

Auf den Weg zu diesem Platz rasen meine Gedanken. Immer wieder muss ich an die Menschen denken die mich nur ein kurzes Stück auf meinen Weg begleitet haben. Am Fuß des Hanges angekommen wo sich dieser Platz befinden soll habe ich schon 1 leere Flasche in meiner Hand. Abwechselnd blicke ich auf die Flasche, dann wieder zum Hang hoch. Schnell drehe ich mich um die eigene Achse und schleuder die leere Flasche gegen einen Felsbrocken am Rand des Weges. Mit einen lauten klirren zerbricht die Flasche. Doch leider zerbrachen damit nicht auch die Erinnerungen. Also mach ich mich auf den Weg den Hang hinauf.

Von hieraus kann man die ganze Stadt überblicken.
In der Nacht sieht Chicago atemberaubend aus. Aber nicht in dieser Nacht. Nicht für mich. Ich packe den Stiefel aus und stelle ihn neben mir auf den Boden, dann mach ich noch Flasche auf.
„Lass uns trinken Baby“ sage ich zu diesem Stiefel und fülle ihn bis zur Hefte. Nehme selbst noch eine schluck und blicke wieder auf die Stadt.

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

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2

Samstag, 20. August 2011, 21:10

Die Nacht ist sternenklar und lauwarm. Wie gemalt für den späten August. Wenn nur nicht immer diese verfluchte Schlaflosigkeit wäre, die mich seit einigen Wochen verfolgt. Ob ich am Ende noch ein Gewissen entwickle? Nein, das kann nicht sein. Dieses Leben im Untergrund Chicagos ist für mich bestimmt. Es ginge gar nicht anders.

Ich schleiche mich aus dem Haus und bewege mich ziellos durch die Straßen. Immer weiter verlaufe ich mich in die Nacht. Dann erreiche ich einen Hang. Anscheinend bin ich nicht die einzige schlaflose Gestalt in dieser beschissenen Stadt, denn auf dem Weg liegt eine frisch zerbrochene Flasche.

Ich sehe jemanden... und erkenne ihn dennoch kaum, da er mit dem Rücken zu mir sitzt und sich trotz meines Näherns nicht umdreht. Doch dann werden die Schatten deutlicher: Moros. Was macht er hier? Egal, ich setze mich zu ihm und nehme ohne zu Fragen einen großen Schluck aus seiner noch halbvollen Flasche. Er sieht mich nur kurz an...registriert fast geistesabwesend, dass ich es bin. Dann lassen wir beide - und doch jeder für sich - unsere Blicke über Chicago schweifen.

Steinner

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3

Samstag, 20. August 2011, 22:38

Ich stoße dazu. Grund, ich kann auch nicht schlafen. Außerdem bin ich hier zusammen mit meinen Freunden Moros & der schönen Schakeline. Sie sieht doch wirklich jeden Tag schöner aus. Wie macht Sie das nur bei diesem harten Geschäft?
Egal. Der Abend ist schön & ich versuche mich ein wenig zu entspannen. Ich höre den Atem von Schakeline neben mir. Ein schönes Gefühl, einer lieben Person so nahe zu sein.
Ja, ich liebe Chicago & ich genieße den Ausblick auf die Stadt.

mag (mit ashburner Grüßen) Steinner
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4

Samstag, 20. August 2011, 22:49

Nach einer Weile, ich kann es gar nicht näher zeitlich bestimmen, schaue ich zur Seite und entdecke Steinner neben mir sitzen. Ob er mir gefolgt ist? Nein, so was würde er nicht tun. Entweder ich treffe mich freiwillig mit ihm oder lasse es. Er ist zwar eines der durchgeknalltesten Schlitzohren dieser Stadt, aber nicht so einer. Ich blicke hinüber zu Moros, er hat sich keinen Milimeter bewegt. Dann lasse ich den Blick zu Steinner hinüber schweifen, lege meinen Kopf vorsichtig auf seine Schulter und flüstere ihm zu: "Weißt du, wir sind nicht besser als zwei Diebe. Zwei Diebe, die nicht bereuen, weil sie etwas verbrochen haben, sondern nur deshalb Reue zeigen, weil sie dafür bestraft werden."

Steinner

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5

Samstag, 20. August 2011, 23:34

Ich spüre Schakelines zartes Köpfchen auf meine Schulter. Ja heute sind wir drei alle zusammen. Jeder aus einer anderen Gang. Friedlich. Wir sind zusammen ohne Hintergegangen. Getrieben von der Neugier hier oben auf dem Berg. Wir blicken hinunter auf unsere Stadt. Ja, diese Stadt gehört uns.
Drei Freunde, drei Gangs, aber dieses ist mir egal. Vielleicht werden in diesen Krieg viele sterben, aber wir werden leben & siegen. In diesem Augenblick sind wir zusammen, lieben das Leben...

Ich empfinde die Anwesendheit von Schakeline sehr angenehm. Ich werde Sie beschützen, meine kleine zarte Blume.
Ich schaue in Ihre schönen lieben Augen & möchte diesen lauen Sommerabend nicht missen.
Gänsehaut bekomme ich auch ein wenig. So ist also das Gefühl, wenn ein geliebter Mensch ganz nahe bei mir ist.

Ich umarme sie, sie duftet so gut...ich fühle mich wohl in Ihrer Gegenwart. Ich werde in meinem Leben vieles erreichen, lasse aber meine dunkle Vergangenheit hinter mir. Ich möchte Ihr vieles sagen, besser gesünder ist es für mich, daß ich nur Steinner aus Ashburn bin.

Ich lebe noch. Diesen Vorzug haben viele aus meinem früheren Leben nicht. Bis jetzt habe ich überlebt. Wenn ich mein Leben nochmals entscheiden könnte, ich wähle den gleichen Weg ohne Wenn & Aber.
Ein schönes Mädchen neben mir. Ich spüre die laue Sommerluft, atme, ich lebe & ich werde weiter leben. Unter mir meine Stadt, mein Mädchen neben mir. Uns kann keiner aufhalten.

Ich werde mir alles nehmen, was ich möchte & keiner wird mich davon abhalten, nichtmal der Tod.


mag (mit ashburner Grüßen) Steinner
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Moros

Hitman

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Dienstag, 23. August 2011, 00:57

Das Telefon klingelt. Und reizt mich aus meinen Gedanken. Etwas abwesend gehe ich ran. Es ist Kitsune. Sie klingt sehr aufgebracht. Kein Wunder so wie wir ihre Bude zerlegt haben.
„In einer Stunde am Aussichtspunkt.“ Wie soll ich das schaffen? Die halbe Gang sitzt noch unten im Pub. Wenn die sehen das ich mich aus dem Hausschleiche werde die Fragen stellen. Fragen auf die ich ihnen keine Antworten geben kann.
Aber ich muss zu ihr. Ich muss ihr erklären wieso ich Sie gestern niedergeschlagen habe und was danach geschehen ist. Und ich will Ihre Nähe spüren.
Also schleiche ich mich zur Hintertür raus und gehe zu meinem Motorrad. Ich schiebe es gut einen Block weit bevor ich es anmache. Und los jage.
Es ist recht viel Verkehr aber mit dem Motorrad komme ich gut durch. Nach ca. 40min bin ich am Fuß des Hanges auf dem sich der Aussichtspunkt befindet angekommen. Von hier aus muss ich laufen, der Weg ist selbst mit dem Motorrad nicht befahrbar. So schnell mich meine Füße tragen hetze ich den Hang hoch. Auf die Idee dass es eine Falle sein könnte komm ich erst als ich oben angekommen bin und keiner zu sehen ist.

Ich schaue mich genau um bevor ich weiter auf die freie Fläche des Aussichtspunkts gehe. Keine Kitsune, aber auch sonst keine Drossel. Nieder geschlagen und endtäuscht setze ich mich an den Rand des Hangs und blicke auf die Stadt unter mir. Eigentlich ist es ein beeindruckender Anblick. Aber ich kann dem nichts abgewinne. Ich starre einfach nur auf die Stadt aber sehe sie nicht.
In Gedanken bin ich bei Ihr und den Ereignissen der letzten Stunden. „Es war dir doch klar dass das mit euch keine Zukunft hatte. Wir hatten auch nie eine.“ Höre ich eine Stimme aus der Vergangenheit tief in mir. Und diese innere vertraute Stimme lässt alle Kraft, allen Kampfgeist und jeglichen Lebenswillen aus mir weichen. Mein innerstes füllt sich mit leere. Und ich kann spüren wie sich eine einzelne Träne ihren weg an meiner Nase vorbei, hin zu meinen Mund bahnt.

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

Cat's Meow

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Dienstag, 23. August 2011, 01:26

Alone

... thinking of Etienne ...



*seufz

.

Lady Kitsune

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Dienstag, 23. August 2011, 01:40

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl hier zu stehen, im Schatten der Bäume, aus Angst das die Gang deines Liebhaber...Partners...wie auch immer, dich jeden Moment niederschießen könnte. Gedankenverloren betrachte ich von hier aus die Lichter der Stadt und frage mich ob er wohl tatsächlich kommt oder ob alles nur ein Spiel war. Ein makaberes Spiel mit meinen Gefühlen, meinem Zuhause, meinem Leben. Ich hatte keine Waffen dabei. Wenn etwas passiert, dann soll es eben so sein. Ich schrecke zusammen, höre schnelle Schritte am Ende des Weges und mein Herz scheint kurz auszusetzen.

Moros.

Er ist wirklich gekommen und wie es aussieht auch allein. Mein erster Impuls ist es auf ihn loszugehen. Alles aus ihm rauszuprügeln was nur möglich ist, ihm zu sagen was für ein Mistkerl er ist. Ich zögere. Moros sucht mich, doch noch halte ich mich versteckt. Er geht zum Rand des Hanges und setzt sich...wirkt kraftlos und müde, vielleicht sogar niedergeschlagen. Es vergehen ein paar Minuten bis er sein Gesicht in seinen Händen vergräbt und ich endlich meine Muskeln dazu bringe sich zu bewegen. Eigentlich müsste er mich gehört haben, aber Moros macht keine Anstalten sich zu rühren, also setze ich mich mit etwas Abstand neben ihn. Um uns herum ist es totenstill, bis ich den Mut finde zu sprechen.
"Ihr habt mir alles genommen. Alles was ich mitnehmen konnte aus meiner Heimat war dort und ihr habt es einfach zerstört Moros."
Ungläubig dreht er den Kopf in meine Richtung, scheint zu überlegen ob ich wirklich ein Teil der Realität bin. Ich habe noch nie einen derart verzweifelten Gesichtsausdruck von ihm gesehen und mir wird plötzlich sehr kalt. Ich wende mich ab und starre auf wieder auf die Stadt unter uns.
Nach einiger Zeit legt Moros vorsichtig, fast zaghaft einen Arm um meine Schultern.
"Kitsune es...es tut mir leid, ich hatte keine Wahl das musst du mir glauben. Ich hab versucht irgendwie das Schlimmste zu verhindern, aber ich kann meine Familie auch nicht hintergehen. Bitte versuch das zu verstehen, ich konnte nicht anders !" und mit einer für ihn ungewöhnlich leisen Stimme erzählt er mir aus seiner Sicht was geschehen war, warum er mich niedergeschlagen hatte, dass meine Wohnung eigentlich den Flammen zum Opfer fallen sollte und es wohl eher ein Wunder ist das ich überhaupt noch lebe.
Wir sitzen noch eine ganze Weile still hier oben auf dem Hang, fragen uns wohl beide im Stillen wie es weitergehen soll mit uns. Mehr zu mir selbst als wirklich zu ihm frag ich...
"Wo soll ich jetzt hin ? Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich brauche meinen Freiraum, kann nicht ständig in der Villa unter so vielen Menschen sein...", dann wende ich mich Moros zu und spreche ihn direkt an.
"Ich will das es funktioniert zwischen uns, aber ich weiß nicht wie. So wie es jetzt ist...ich weiß nicht wo das hinführen soll."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lady Kitsune« (23. August 2011, 01:48)


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Dienstag, 23. August 2011, 02:31

Sie ist gekommen. Aber die Umstände die daran schuld sind das wir uns heute hier treffen sorgen dafür dass ich mich nicht freuen kann. Wir sitzen da und ich erzähle Ihr was geschehen ist. Immer wieder muss ich kurz stocken um mich zu sammeln. Im Hinterkopf habe ich immer diese innere Stimme die mir sagt dass das hier nicht von Dauer sein kann. Als ich Ihr meine Sicht der der Dinge geschildert hatte schwiegen wir uns weiter an.

Dann fragt sie wo sie denn nun hin soll. Ich hatte keine Antwort auf diese Frage. Ich weiß ja nicht mal was morgen sein wird. Ohne zu überlegen sage ich dann zu ihr „Ich werde den Sachschaden ersetzen. Zur Not verkaufe ich das Baile. Nur die Erinnerungen die du an vereinzelte Andenken hast, die kann ich dir nicht wieder geben.“ Was Dümmeres hätte ich nicht sagen können.
Wieder schweigen wir uns an. Ich lege mein Arm um sie, schaue sie aber nicht an. „Fürs erste kannst du eines der Zimmer im Baile beziehen. Den Pub mach ich erst mal zu, dann brauchst du dir auch keine Sorgen machen das einer von meiner Familie vorbei kommt.“ Von Ihr kommt keine Reaktion. Sie sitzt einfach nur da und starrt auf die Stadt. Ich kann spüren wie die leere in mir sich immer weiter ausbreitet. Nach einer Weile lass ich meinen Arm von ihr gleiten. „Ich hatte wirklich gehofft dass wir einen gemeinsamen Weg gehen werden. Aber jetzt ist der Weg schon nach ein paar Schritten zu ende. Ich kann es dir nicht mal verübeln.“ Es fällt mir immer schwerer mir die Tränen zu verkneifen. Was ist nur los mit mir? Ich bin doch sonst nicht so. Dann steh ich auf. Ich hole meine Schlüssel aus der Tasche und lasse sie neben ihr ins Gras fallen. „Das sind die Schlüssen für das Baile. Du kannst dort wohnen bis du was anderes gefunden hast. Ich schlafe im Sockenlager.“ Mit diesen Worten drehe ich mich um und setze an zu gehen, bleibe aber schon nach dem ersten Schritt wieder stehen. Ohne mich um zu drehen sage ich zu ihr „Weißte du. Ich liebe dich wirklich und ich war fest davon überzeugt das wir, trotz aller Umstände einen Weg finden werden um zusammen zu bleiben.“

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

Lady Kitsune

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Dienstag, 23. August 2011, 03:08

Bei seinen Worten bin ich wie erstarrt und zunächst nicht sicher ob er das gerade wirklich gesagt hat. Noch niemals zuvor hat er das zu mir gesagt, nicht einmal ansatzweise. Und jetzt, wo alles vorbei zu sein scheint, sagt er mir das er mich liebt. Ich möchte was sagen, irgendwas darauf erwidern, aber es geht nicht. Ich weiß das ich ihn liebe, aber immer reicht das eben nicht damit es funktioniert. Andererseits muss man manchmal einfach einen Sprung wagen.
Ein Blick zur Seite verrät mir, dass Moros schon längst gegangen ist...verdammt. Aber jetzt durh die halbe Stadt laufen in meinem derzeitigen Zustand kann ich auch vergessen und vielleicht tut uns ein wenig Abstand ganz gut bis die Angelegenheit zwischen unseren Familien geklärt ist und dann kann man immernoch weitersehen.
Mein Schädel brummt und weiß nicht mehr vohin mit meinen Gefühlen. Moros sagt mir das er mich liebt und ich blöde Kuh sitz hier nur rum und sag nichts dazu...wie bescheuert kann man eigentlich sein ?! Was, wenn er mich jetzt ganz abgeschrieben hat ? Wenn er denkt das er mir egal ist ?
Ok Kitsune beruhig dich. Es läuft grad alles schief was nur schieflaufen kann, aber das muss ja nichts heißen. Am besten ich schlafe heut erst noch bei meinen Leuten und gehe morgen ins Baile. Was hab ich zu verlieren ?
Und wenn der Krieg erstmal vorbei ist, dann werd ich mit ihm reden. Reden müssen, sonst denkt er wirklich noch das es vorbei ist. Etwas zittrig komm ich auf die Beine und nehme den Schlüssel an mich den Moros hiergelassen hat. Bei dem Anblick des kleinen grünen Anhängers mit den Kleeblatt, hebt sich sogar kurzzeitig meine Laune...verloren hab ich zwar viel, aber ab jetzt kann ich eigentlich nur noch gewinnen.



Moros

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Dienstag, 23. August 2011, 10:29

Die ganze Nacht bin ich durch die Stadt geirrt. Einfach planlos drauf los gelaufen. Mein Weg führte mich zu erst zum Sockenlagen, doch als ich für der Tür stand bin ich wieder umgedreht und weiter gegangen. Ich wollte keinen der Jungs sehen. Es began zu gewittern. Aber das nahm ich einfach nur hin. Nach ein paar Minuten war meine Kleidung durchnässt. Doch auch das nahm ich nur am rande war. Meine Gedanken kreisten immer zu um Kitsune und unser letztes Treffen am Aussichtspunkt. War es das wirklich? Ist nun alles aus?
An einer Tankstelle die unter dem Schutz meiner Familie steht kaufte ich mir zwei Flaschen Whisky. Ich wollte die Gedanken einfach wegspühlen, einfach alles vergessen.
Die erste Flasche war schon nach zwei Blocks leer. Mein Kopf war es aber noch lange nicht, also machte ich die zweite Flasche auf. Nach einiger Zeit kam ich am Baile vorbei. Noch einen Schlug und die zweite flasche war auch leer. Eine weile stand ich einfach nur vor dem Baile. Alles war dunkel. Dann blickte ich auf die leer Flasche in meiner Hand. Ich holte aus und warf mit ihr eines der Fenster ein und verschaffte mir so zugang zum Pub. Da stand ich nun in meinen Pub. Alleine.
Langsam schlendere ich hinter dir Bar und nehme mir noch zwei Flaschen Whisky, dann verlasse ich das Baile wieder. Als ich durch das eingeschlagene Fenster steige schneide ich mich an der Scheibe. Ein langer Schnitt der sich quer über meinen rechten Oberarm zieht. Einen Moment betrachte ich wie betrachte ich wie mein Blut mir am Arm runterläuft und schnell tropfend zu boden fällt. Dann gehe ich weite.

Jetzt bin ich wieder am Ausgangspunkt meiner Wanderung durch die Nacht. Die Sonne ist vor ein paar Stunden aufgegangen und ich blicke auf die Stadt unter mir. Ich nehme den letzten Schlug Whisky den ich noch habe und schleudere die leer Flasche der Stadt entgegen
"ICH VERFLUCHE DICH CHICAGO! HÖRST DU MICH, ICH VERFLUCHE DICH!"
Dann lasse ich mich einfach zu boden fallen. Und mein Kopf kreist immer noch um die gleichen Gedanken.

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

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Mittwoch, 24. August 2011, 01:15

Hmm... die Nacht ist jung, so weit - so gut. Und hier oben gefiel es mir sehr gut. Sunny fährt gelassen, die Nacht scheint ihm auch zu gefallen. Aber dass wir so kurzfristig aus der Bar geworfen wurden übersteigt meinen Horizont. Ice hatte sie doch erst neulich eröffnet, so gut können die Geschäfte doch noch gar nicht gelaufen sein.

Oben angekommen sind wir alleine. Nur ich und mein Lieblingsreporter. Nur zu schade, dass er jetzt auch noch mein Chef ist. Dennoch sieht er mich mit dem gleichen Blick wie eh und je an. Schließlich steht er kurz auf um etwas zu besorgen. Hier oben? Um diese Zeit? Na gut, wenn er meint. Ich kuschle mich derweil in die Decke und schlafe ein....

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Mittwoch, 24. August 2011, 01:37

Auf der Fahrt zum Hügel hinauf, hatte ich im Scheinwerferlicht einige wilde Erdbeer-Sträucher gesehen. Ich weiss doch wie gerne Schaki Früchte mag - also bitt ich sie rasch auf mich zu warten, die Erdbeeren sind bestimmt perfekt mit der Flasche Champagner die ich noch im Wagen bei mir hatte.

Schnell habe ich eine ordentliche Portion gepflückt und gehe strammen Schrittes zum Wagen zurück. Als ich einen Blick in den Wagen werfe, sehe ich dass Schaki eingeschlafen ist - ihre Schönheit betört mich immer wieder!

Ach was solls, ich weiss genau das ich sie immer noch liebe, und eigentlich liebt sie mich ja auch, aber sie will ihren Weg als Gangsterin alleine gehen und nicht an einem Rockzipfel hängen. Egal, sei es für diese Nacht oder sei es für immer - ich kann nicht widerstehen. Nachdem ich den Schampus geöffnet habe, wecke ich sie zart mit einem Kuss.



Als sich etwas von "Sunny, du weisst doch..." sagen will, stecke ich ihr eine Erdbeere in den Mund und verschliesse ihre Lippen mit einem weitern Kuss. "Jetzt nicht Schaki - sag nichts - diese Nacht gehört uns"



alles andere vergessend, Sunny (the... kissing one) 8)

SunnyThe1

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Mittwoch, 24. August 2011, 03:56

Die Zeit bleibt stehen, oder rast vorbei, Stunden werden zu Minuten, Minuten zur Ewigkeit - die Sterne scheinen nur noch für uns am Himmel zu stehen. Was für eine Nacht...

Die ersten Silberstreifen des sich ankündigenden Morgens erglimmen bereits am Horizont als wir uns wieder auf den Heimweg machen.

Als wir uns bestens gelaunt, im Morgengrauen der Stadt nähern, flüstert Schaki mir ins Ohr "Sunny, eigentlich brauchst du mich nicht extra noch ins Murderheim bringen... wir wollen heute ja eh noch an der Story für den DM arbeiten" dabei schmiegt sie sich an mich und ich weiss genau was sie meint...



wissend lächelnd, Sunny (the... smiling one) 8)

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Mittwoch, 24. August 2011, 08:48

Die Nacht wurde nun doch etwas länger als gedacht. Irgendwie schaffte ich es alleine einzuschlafen und neben Sunny aufzuwachen. Lange ist es her gewesen, ob das gut geht? Ich sollte mich überraschen lassen. Zur Not kann ich ja immer noch meinen Job beim DM kündigen und mich ganz auf das Tagesgeschäft bei den Murders konzentrieren. Nach Hause brauche ich nicht mehr, werde in der Redaktion schnll duschen und mich dann gleich an die Arbeit machen.

Moros

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Samstag, 27. August 2011, 04:10

Kitsune und ich liebten uns wieder und wieder. Bis wir vor Erschöpfung einschliefen. Doch es dauerte nicht lange bis ich wieder aufwachte. Ich stand auf und zog mich wieder an. Im Halbschlaf murmelte Kitsune „Was ist denn los?“ „Nichts, alles in Ordnung. Schlaf ruhig weiter.“ Mit diesen Worten ging ich aus dem Schlafzimmer, zur Tür hinaus, rauf auf die Straße. Ich brauche frische Luft und geh in die Nacht hinein.

Mein Weg führt mich zum Aussichtspunkt. Hier oben ist es immer still. Genau der richtige Ort zum nachdenken. Mit der Schulter an einen Felsen lehnend kauerte ich mich auf den Boden und schaue über die Stadt hinweg. Ich muss an die Menschen, die Freunde, denken die mich ein Stück meines Weges begleitet haben. Bis sie starben, während ich weiter lebe. Ich denke über Kitsune und mich nach. Es läuft wieder gut zwischen uns. Der Krieg zwischen unseren Familien ist beendet. Das G-söx hat gewonnen, aber davon abgesehen die Villa der Drosseln nieder zu brenne. Doch auch sie wird irgendwann von mir gehen und ich werde weiter im Dienste des Mannes mit der Sense stehen. Bei den Gedanken daran füllt sich mein Herz mit leere.

Wie lange soll ich das noch weite so leben müssen. Menschen kommen und gehen. Nur mir wird es verwehrt.
Wieder starre ich in die Nacht hinein.

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Sonntag, 28. August 2011, 12:42

Als die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erschienen, erwachte ich am Rücken meines neuen Gauls. Ich streckte mich schlaftrunken und hüpfte vom Rücken des Tieres. Er drehte den Kopf in meine Richtung, gab ein leichtes Pusten von sich und nickte mir zu. Ich kraulte ihn sanft hinter dem rechten Ohr und machte mich anschließend an den Satteltaschen zu schaffen. Schnell hatte ich das Säckchen Hafer ertastet und begann den Guten zu füttern.

Zufrieden lies ich meinen Blick über die unmittelbare Umgebung schweifen. Die Größe dieser Stadt hatte mich schon immer ins Staunen gebracht, jedoch was nun vor mir lag, übertraf alles was ich bisher gesehen hatte. Ich hatte scheinbar das größte Gebäude in der Stadt gefunden und konnte ein kleines Plateau an der Spitze erkennen. Ich tätschelte das Tier nochmal an der Seite und griff abermals in die Tasche. Schnell hatte ich zwei Flaschen hochprozentiges in der Hand und machte mich auf den Weg.

Immer schneller nahm ich die Stufen um den bevorstehenden Sonnenaufgang nicht zu versäumen. Keuchend kam ich an der Spitze des Gebäudes an und konnte kaum meinen Augen trauen. Die ganze Stadt war von hier aus übersehbar und der Sonnenaufgang verlieh diesem wunderschönen Moment noch einen magischen Hauch.

Zufrieden ging ich zum Ende des Plateaus und ließ meine Beine den Abgrund hinab baumeln. Ich öffnete die erste Flasche und erkannte den Geschmack eines ausgezeichneten Whiskeys in seinen besten Jahren. Ich lies mein Gesicht von der Sonne bescheinen und lauschte der Musik die aus der Nähe zu mir hochdrang.

Ein fast perfekter Augenblick dachte ich mir und blickte dem Sonnenuntergang am Horizont entgegen.


Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Nobody is perfect« (28. August 2011, 13:02)


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Donnerstag, 15. September 2011, 01:43

Die Nacht war mittlerweile über Chicago hereingebrochen und ich beobachte die vielen Lichter unter mir die nach und nach erlöschen. Es ist erstaunlich mild für diese Jahreszeit und ich hänge meinen Gedanken nach. Noch vor ein paar Stunden haben Moros, seine Angestellten und ich ein bisschen gefeiert, einfach nur so um uns selbst mal was Gutes zu tun. Es war ein lustiger Abend gewesen und Moros musste sich sogar beim Billard geschlagen geben...wobei ich den stillen Verdacht hege das er mich hat gewinnen lassen. Bei dem Gedanken an ihn muss ich immer lächeln.
Noch vor einiger Zeit hätte ich niemals mit so etwas gerechnet und jetzt ? Verträumt schaue ich auf die Stadt und lasse meine Gedanken um all das kreisen was in den letzten Wochen alles passiert ist, positiv wie negativ. In den letzten Tagen hat die Stadt recht wenig von uns zu sehen bekommen, weil wir uns auch endlich mal etwas Zeit nehmen konnten außerhalb irgendwelcher Kriege. Moros hatte mir auch dabei geholfen mein Zimmer noch weiter einzurichten, auch wenn er manchmal etwas angenervt war von meinen ständigen Änderungen.
Heute Abend nach der kleinen Feier habe ich allerdings ein wenig Zeit für mich gebraucht um das ein oder andere erstmal richtig sacken zu lassen und zu überlegen wie es nun weitergehen soll. Meine Stimmung sinkt mit einem mal als ich an das Telegramm denke das mich heute erreicht hat. Moros habe ich noch nichts davon gesagt und ich bin mir nicht sicher ob ich ihn wirklich beunruhigen sollte. Noch war alles lediglich ein Gerücht, aber so wie ich Koyama kenne...nein, schlafende Hunde wollte er sicher nicht wecken. Und trotzdem hoffe ich inständig darauf, dass alles nur ein Irrtum ist.
Wenn ER tatsächlich in der Stadt sein sollte...mir läuft es kalt den Rücken herunter. Es darf nicht sein, nicht jetzt wo ich mir ein halbwegs normales Leben aufgebaut habe sofern das in dieser Stadt möglich ist.
Meine Gefühle drehen sich im Kreis...Angst...Wut...Hass...Rache. Für alles was er mir damals angetan hat. Sollte er wirklich hier sein...mein ganzer Körper verkrampft. Ich spüre wie sich etwas in mir regt. Etwas, dass ich tief in mir vergraben und geschworen hatte, es nie wieder nach außen dringen zu lassen. Auch ich hatte meine Vergangenheit auf die ich nicht stolz war. So wie es aussieht, hat mich die Vergangenheit aber wesentlich schneller eingeholt als gedacht.
Moros...ich kann es ihm nicht sagen. Er würde es wahrscheinlich merken, aber dass war eine Sache die ich selbst erledigen musste. Nur dieses eine mal sage ich mir. Nur dieses ein Mal noch...dann wäre es vorbei. Ob so oder so. Es ist schon erstaunlich wie die Gefühle sich von einer Sekunde zur Nächsten wandeln können...von absolutem Glück zu tiefem Hass.
Mit Blick wandert nach oben zu den Sternen. Zu meiner Familie. zu meinen Freunden. Die Stadt nehme ich nicht mehr wahr...ein Teil von mir verändert sich. Wenn es stimmen sollte und er hier ist...dann wird es blutig enden. Für wen von uns, dass wissen nur unsere Ahnen.

Mit einem letzten Blick nach oben drehe ich mich um und gehe langsam die Straße hinunter. Meine Haare verdecken den Großteil meines Gesichts. Würde mir jemand entgegenkommen, so würde er meine Augen nicht sehen. Die Augen der Killerin die ich einst war.

Ich würde meine Rache bekommen. Um jeden Preis.



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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 00:26

Ich stehe auf dem Aussichtspunkt und sehe mich um. Eine Menge Erinnerungen verbergen sich hier. Erinnerung an andere Zeiten, bessere Zeiten.
„Es war die beste aller Zeiten, es war die schlechteste aller Zeiten“
Ein Zitat das mich immer wieder einholt wenn ich auf dem Aussichtspunkt stehe. Doch noch nie war es so treffend wie heute.
Mein Blick fällt auf die Stadt unter mir. In der Ferne kann ich die Lichter von Flutscheinwerfern sehen, die in den Nachthimmel leuchten. Das muss die Party in Loop sein. Die Einladung hab ich heute noch im Sockenlager gesehen, ehe ich meine Sachen packte und ging. Sie richtet sich an alle Gangs der Stadt.

„Damit bin ich wohl ausgeschlossen. Ich stehe alleine“ Murmel ich vor mich hin und blicke weiter in Richtung der Scheinwerfer. Viel hat sich getan in den letzten Stunden/Tagen.

Meiner Familie hab ich den Rücken gekehrt. Es gibt eben Dinge die man alleine machen muss. Es war dennoch keine leichte Entscheidung. Mein Auftragsgeber, der Mann mit der Sense, hat mir eine neue Liste gegeben. Auf ihr steht nur ein Name und eine Notiz. „Lass Ihn hundert Tode sterben.“ Bei dem Name wird es mir ein Vergnügen sein.

Ich setze mich an den Rand des Aussichtspunkts und schaue dem Spiel der Scheinwerfer im Nachthimmel zu. Meine Gedanken schweifen ab und ich fange an vor mich hin zu träumen. Erinnerungen blitzen kurz auf, verschwinden dann aber gleich wieder. Siegesfeiern, Niederlagen, Toxcan, Kitsune, G-söx, Rache.

Mit einem Ruck steh ich auf, entsichere meine Waffen und blicke noch mal auf die Stadt.
„Versteck dich ruhig und gib dir einen neuen Namen. Der Tot wird ich finden und dein Tot heißt Moros.“

Ich darf das. Weil ich Moros bin.

Lady Kitsune

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 10:16

Der Abend mit Moros und den anderen war noch sehr entspannt und lustig gewesen und ich hatte immer wieder feststellen müssen wie rot Marenchen wurde in Nisl's Gegenwart oder wie verklärt auf einmal ihr Blick wurde. Die beiden waren wirklich süß zusammen.
Den ganzen Abend über musste ich mich zusammenreißen nicht ständig mit Moros irgendwohin zu verschwinden und ähnliches schließlich waren wir nicht im Baile aber es fiel mir sehr schwer. Mir fehlte seine Nähe. Moros war in ausgelassener Stimmung, trank mit Nisl das ein oder andere Glas und lachte viel. Jaja sein geliebter Wagen war endlich fertig und mit einem Schlag schienen seine Sorgen wie weggefegt. Den ein oder anderen heißen Tanz hatten wir noch zusammen aufs Parkett gelegt und ich hatte den Eindruck, dass Moros ein kleines Spiel daraus machte wer von uns beiden wohl länger durchhalten würde. Ich selbst hatte nicht viel getrunken und der Wagen könnte sogar mir mal ganz nützlich sein.
Also schlich ich mich von hinten an meinen Gefährten während er mit Nisl über irgendwelche Extras fachsimpelte, legte meine Arme um ihn und hauchte Moros ins Ohr:
"Wie wärs mit einer kleinen Spritztour Schatz ? Nur wir zwei in deinem neuen Wagen und ein wenig Zeit ?"
Ja der Satz hatte seine Wirkung nicht verfehlt und mit einem Mal hatte es Moros dann doch recht eilig gehabt mit mir zu verschwinden.

Die ganze Fahrt über philosophierte mein leicht angetrunkener Beifahrer über sämtlichen Schick, über jede Kleinigkeit und über das was der Wagen nun so alles drauf hatte. Natürlich interessierte es mich herzlich wenig, aber es war zu schön Moros nach langer Zeit mal wieder so entspannt und gelockert, ja regelrecht glücklich zu sehen also ließ ich ihn reden und quittierte das Gehörte mit einem warmen Lächeln. Ich fuhr uns zu dem Aussichtspunkt und parkte den Wagen direkt über dem Lichtermeer der Stadt. Irgendwann bemerkte dann auch Moros das ich angehalten hatte und schaute sich überrascht um.
"Hey ein so einsames Plätzchen ? hast du was vor Süße ?", dieses Grinsen würde ich unter tausenden wiedererkennen. Ohne einen Kommentar griff ich zum Handschuhfach um die Whiskyflasche rauszuholen, setzte mich auf den Schoß meines Gefährten was er mit einem äußerst zufriedenen Lächeln zu Kenntnis nahm. Ohne den Augenkontakt zu unterbrechen öffnete ich die Flasche, nahm einen Schluck und küsste Moros so, wie ich es schon seit geraumer Zeit nicht mehr gekonnt hatte.
Schnell hatten wir keinen Blick mehr für die Lichter unter uns, sondern tauchten ein in unser eigenes kleines Reich in dem wir alles andere einfach für einen Moment ausblenden konnten.

Irgendwann müssen wir eingeschlafen sein...im Halbschlaf hatten wir es noch irgendwie geschafft uns wieder halbwegs anzuziehen das war aber auch alles gewesen. Und es war mir vollkommen egal wer uns so finden würde, dass war es allemal wert gewesen...



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Marenchen