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Sabella

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Freitag, 13. September 2013, 09:17

Oktoberfest in Chicago..... oder......

Wie man sich doch irren kann.....


Der Sommer in Chicago neigt sich dem Ende zu, vorbei die schöne Zeit
mit abendlichen Spaziergängen durch die Stadt in lauen Sommernächten,
schönen Sommerfesten oder heimlichen Sonnenbädern in meinem “Wie Gott
mich schuf “ Badeanzug, im Garten der Patenvilla.
Ich bin ein bisschen traurig wenn ich sehe wie die Bäume sich herbstlich
kleiden, aber lange Zeit zum Traurig sein habe ich nicht, denn Fari hat
mal wieder zu einer großen Besprechung in die Villa geladen.
Na ja, jeder weiß wie gerne er sich selber reden hört, wahrscheinlich wird
über Stunden seine Stimme zu hören sein und am Ende weiß ich nur eines :
Bahnhof ….
Beim letzten Mal bin ich sogar eingeschlafen, wenn Pepone mich nicht geweckt
hätte, würde ich wahrscheinlich heute noch schlafen.
Wie auch immer, ich nehme mir vor, genau zuzuhören und bin begeistert als
Fari uns erzählt was er plant : “ Nibelangen ! Chicago braucht etwas Neues,
eine Abwechslung wie nur wir Hasen sie ausdenken und planen können .
Da viele unserer Vorfahren Deutsche waren, werden wir ein Oktoberfest ausrichten,
wie man es nicht mal in München kennt. Wir werden die Stadthalle mieten und
jeder von uns denkt sich etwas aus, was
er oder sie dazu beitragen kann, kleine Darbietungen zum Beispiel, jemand muss
sich um‘s Bier brauen kümmern u.s.w. Bella, nimm dir Zettel und Stift und notiere
ab jetzt sämtliche Vorschläge !”

Ich bin begeistert, nicht weil ich wieder mal alles aufschreiben muss, sondern weil
ich schon genau weiß was ich “darbieten” werde. Und zwar mein neues Parfum,
was ich mir vor ein paar Tagen gekauft habe. Es war wahnsinnig teuer, genau
195 Dollar und 80 Cent musste ich dafür hinlegen, Geld was ich eigentlich gar nicht
hatte.
Bisher habe ich immer nur an dem Kristallglas-Flacon geschnuppert, denn so etwas
Exklusives braucht auch einen Exklusiven Anlass.
Ach, ich überlege hin und her was ich zu
diesem zauberhaften Duft anziehen könnte, am besten mein Cremefarbenes Kleid
und dazu meine hohen Cremefarbenen Schuhe die aus dem weit entfernten Paris
kommen. Ich komme ins träumen und denke an die Champs Elysees, den Eifelturm,
dann an die schönen Feste im letzten Monat in Uptown, an Rosen, Tulpen und bunte
Schmetterlinge…….
“ BELLA…. BELLA ! Sag mal hast du überhaupt zugehört ? “
holt mich Faris Stimme wieder in die Realität zurück. “Aber selbstverständlich habe
ich zugehört, ganz genau sogar “ und Fari erwidert darauf hin : “ Na dann hast du
ja auch alles genau notiert, was jeder vorhat beim größten Fest was Chicago jemals
gesehen hat”. Ich schaue auf meinen Zettel und sehe eine Blumenwiese die ich wohl
in Gedanken gemalt habe. Schnell packe ich den Zettel in meine Tasche.
Die Besprechung ist zu Ende und ich kann es kaum abwarten in die Stadt zu kommen,
denn ich muss noch einiges vorbereiten… einen neuen Lippenstift kaufen, passende
Nylons zum Kleid besorgen und tausend andere Dinge. Auch wenn das Fest erst in ca.
4 Wochen stattfinden soll, muss man sich als Frau rechtzeitig vorbereiten .
...

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Sabella

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Freitag, 13. September 2013, 09:19

Am nächsten Morgen mache ich mich also auf den Weg in die Stadt.
Nach meinen ersten kleineren Einkäufen, setze ich mich in ein
kleines Cafe und kann von meinem Platz am Fenster die Straße
beobachten. Links gegenüber ist die Bunny Bar und sieht ziemlich
einsam und fast ein bisschen runtergekommen aus. Na ja, seit der
Eröffnungsfeier fand dort auch nie wieder etwas statt.
Plötzlich sehe ich wie Dean O’Bannion durch den Seiteneingang
in die Bunny Bar geht, komisch denke ich noch, was der da wohl
will ? Aber dann werde ich von meinen Einkaufstaschen abgelenkt
und kurz darauf setze ich meine Shopping Tour fort. Aber schon im
nächsten Laden stelle ich fest das ich fast mein ganzes Geld ausgegeben
habe und ich überlege, ob ich Dean O’Bannion bitte, mir etwas zu leihen.
Ich gehe also zurück und als ich gerade die Tür zur Bunny Bar aufmachen
will, höre ich eine Stimme.
Das ist doch Shmock, denke ich erschrocken und dann höre ich Fari und…..
haltet Euch fest : Ignor und Ingor ! Die sind doch gar nicht in der Stadt, ich
weiß gar nicht was ich von der Sache halten soll, als ich noch jemanden höre :
Miss Dune, völlig heiser krächzt sie vor sich her. Es hört sich schrecklich an,
leider verstehe ich überhaupt nicht was geredet wird, aber dann gibt Missi
plötzlich Herzzereissende Töne von sich, so als wenn man ihr die Gurgel…….
Oh mein Gott, mein Herz pocht bis zum Hals, vielleicht versucht man gerade
eine wichtige Information aus ihr rauszubekommen, egal mit welchen Mitteln.
Ich bin völlig entsetzt und hilflos, denn wen könnte ich jetzt um Rat fragen
was zu machen ist. Ich kann ja schlecht Fari fragen, denn er ist ja auch dabei.
(Wahrscheinlich ist er sogar die treibenden Kraft, denke ich)
Aber ich mag Miss Dune und will ihr irgendwie helfen, wir Frauen in Chicago
müssen zusammen halten ! Und dann fällt mir ein wen ich frage : Cat’s Meow.
Wir sind zwar nicht gerade beste Freunde, aber sie weiß vielleicht was zu tun ist,
also mache ich mich auf den Weg nach Dunning.

Als ich vor ihrer Haustür stehe, bekomme ich doch ein paar Zweifel, aber vielleicht
ist sie ja auch gar nicht da ? Ich horche ganz leise an ihrer Tür und höre… häh ?
Das ist doch…. Ist das nicht Olga der da singt ??? Was ist denn heute bloß los in
Chicago ? Olga und Mauzi ? Aber beim 2ten hinhören, wird mir klar das sie ihr
Grammophon an hat und Enrico Caruso hört.
Aber vielleicht ist sie wirklich gar nicht alleine und ich knie mich vor das
Schlüsselloch um zu gucken ob……. In der Sekunde öffnet sich die Tür und ich fühle
den kühlen Lauf von Cat’s Pistole an meiner Stirn.

Ich schwöre das im Bruchteil einer Sekunde mein ganzes bisheriges Leben
an meinem inneren Auge vorbei gezogen ist und am Ende erschein ein Bild meines
teuren Parfum- Flacons, von dem ich doch wenigstens einmal zu gerne 2 kostbare
Tropfen hinter meine Öhrchen getupft hätte. Da bleibt mir nur eins :
“Oh nein, bitte, bitte nicht schiessen Cat’s, ich bin’s, Sabella “.
So, nun ist es raus, ich bin der größte Angsthase den es gibt… ach, was red ich…
Ich bin die Feigheit in Person. Aber lange nachdenken kann ich nicht denn ich werde
am Arm hochgezogen und stolpere hinter Cat’s in ihre Wohnung.
Sie geht zum Grammophon, nimmt die Nadel von der Platte, zündet sich eine Zigarette
an und fragt :” Na Bella, was verschafft mir die Ehre ?”
“Och… ich wollte nur mal schauen wie es dir so geht” , erwidere ich, aber ich merke
gleich das man ihr kein X für ein U vormachen kann und so erzähle ich dann doch von
Den sonderbaren Dingen die ich gehört habe. Von Shmock,und Fari, Ingor, Ignor und Missi.
...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sabella« (13. September 2013, 09:24)


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Sabella

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Freitag, 13. September 2013, 09:20

Sie nimmt einen Zug aus der Zigarette, schaut mich an und sagt
dann ganz cool :
“ Sabella, ganz Chicago weiß wie oft und gerne du lügst.”
WAS ??? ICH und lügen ??? Also das ist nun wirklich die Übertreibung
des Jahrhunderts.
Ich lüge sogar relativ selten, meine letzte Lüge ist schon 4 Tage her und
wenn ich so überlege war es nicht mal eine richtige Lüge. Ich erinnere
mich noch ganz genau…….

Ich hatte in der Nähe des Bahnhofs, dieses kleine entzückenden Geschäft
entdeckt, die so zauberhafte Dinge aus Frankreich verkauften. Leider hatte
ich mal wieder kein Geld und verließ traurig den Laden. Ich war gerade
10 Schritte gegangen, als ich Tano und Don Olivetti traf, die mich gleich
fragten was denn passiert wäre und was ich überhaupt alleine in der Nähe
des Bahnhofs wolle, die Gegend ist ja bekannterweise nicht ganz ungefährlich.
Ich muss wirklich sehr unglücklich ausgesehen haben und ein paar Tränchen
konnte ich dann auch nicht mehr unterdrücken und erzählte den beiden,
dass meine Großmutter, väterlicherseits, sehr krank in einem Hospital in New
York liegen würde und ich meine Geldbörse verloren hätte, mit samt dem
Bahnticket was mich nach New York bringen sollte. Von den Nibelangen wäre
keiner in der Stadt um mir auszuhelfen.

“Aber Bella”, meinte Don Oli, “ Mach Dir doch keine Sorgen, wir können
Dir helfen” und Tano sagte “ Wieviel brauchst Du denn um zu Deiner
Großmutter zu kommen ?”
Und ich antwortete : “Mit 195 Dollar und 80 Cent müsste ich auskommen”.
Sie fanden es wohl auch noch ganz niedlich das ich so bescheiden war und
nicht gleich 200 Dollar gesagt habe… Die hab ich dann aber von den beiden
bekommen und konnte sogar später noch mit dem Taxi nachhause fahren.
Aber mal im Ernst… das ist doch keine Lüge sondern nur eine besondere Art,
günstig an ein teures Parfüm zu kommen.

Ich machte Cat’s also klar das ich es ernst meine und ich hab das Gefühl das
sie mir glaubt, auf jeden Fall sagt sie :” Komm Bella, dann schauen wir uns
das Ganze doch noch mal an”, und wir ziehen 5 Minuten später los Richtung
Bunny Bar. Aber als wir dort ankommen, ist alles wie ausgestorben , die Tür ist
abgeschlossen und man hört nichts.
Auf der anderen Straßenseite sehe ich Firenze kommen, er ist in den Daily
Mirror vertieft und deswegen rufe ich so laut ich kann : “ Fireeenzeeee, huhuuu”,
s’ Mauzi stösst mich in die Rippen:
“Bella ! Soll ganz Chicago uns zusammen sehen ?”.
Firenze kommt zu uns rüber und schaut mich fragend an. Ich sehe genau wie
verwirrt er ist, mich mit Cat’s zu sehen.
“Firenze, weißt du wo Fari ist, oder hast du Shmock gesehen ? “ und er antwortet
etwas gereizt : “Bella, Du weißt doch das Fari heute in der Villa ist, wegen den
Vorbereitungen und nein, Shmock habe ich nicht gesehen”.
“Weißt du denn wenigstens wo Dean O’ Bannion ist ?” Er grinst mich an :
” Na vor einer halben Stunde müsste er noch hier in der Bunny Bar gewesen sein…
Zum Üben” .
“Zum Üben ?” , fragen Cat’s und ich zeitgleich.
“Ja, zum Üben, Bella, das weißt du doch, hast doch gestern alles aufgeschrieben.
Er war doch früher mal Stimmenimitator und für seine Vorführung wollte er
noch üben”.
“Ach, das höre ich zum ersten mal Firenze, welche Stimmen kann er denn
imitieren ?” frage ich naiv, aber da sagt Cat’s :” Lass mich raten, die Stimmen
von Fari, Shmock, Ignor und Ingor “.
“Jepp, stimmt genau, nur mit Frauenstimmen soll es nicht so gut klappen, die
hören sich
wohl immer etwas heiser an”.
Mir wird ganz heiß und ich ziehe ein bisschen den Kopf ein, weil ich
befürchte gleich von Cat’s erschlagen zu werden, aber sie lacht, tippt
mir an die Schulter und raunt mir zu :
“Hey Bella, Du schuldest mir was”, zwinkert mir zu und geht.

Na ja, ich hab mich später dann noch mal entschuldigt bei ihr und hab
ihr dann (aus Versehen)
von den Vorbereitungen des Oktoberfestes erzählt. Und da die
Murder Inc. jetzt bescheid weiß, können sie auch gleich bei der
Planung helfen ^^
...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sabella« (13. September 2013, 10:03)


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