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Pussycoat

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Sonntag, 4. Mai 2014, 16:24

Poetlabor Chicago

Uptown

Da stand ich nun am Bahnhof und wusste nicht wohin,
im Brief stand nur "Chicago", das machte keinen Sinn,
acht Viertel gabs zur Auswahl, ich stand verlegen rum,
nach fast zweieinhalb Stunden wurd es mir zu dumm.

Ich nahm den Kopf zur Hilfe, auf dass er mir erklaer
und kam auf einen Namen: Upton Sinclair.
So konnt ich die Entscheidung mir doch noch entklaun
und checkte ein im Viertel des kleinen Uptown.




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Viciria, Camino

Pussycoat

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Sonntag, 4. Mai 2014, 20:17

Zeitschmuggel


Zehntausend bekam ich gutgeschrieben,
und das am Dritten vor einem Tag,
doch der Beweis ist fern geblieben,
weil er das Datum gar nicht mag.

Vergeblich suchte ich nach den Zeilen,
bis ich sie dann doch noch fand,
sie luden ein zum Verweilen,
weil ich den Zeitschmuggel nicht verstand.

Als er kam, der zwoelfte Treffer,
versteckte er sich auch im Hintertal,
es ist wohl wie mit Salz und Pfeffer,
sie vertragen sich nicht im Zahlenstrahl.


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Montag, 5. Mai 2014, 18:41

Ich sitze hier am Gardasee,
täglich tut der Schädel weh.
Doch auch heute geb ichs mir,
mit Stuttgarter Hofbräu :
So ein Bier !



nicht filigran werden, rustikal bleiben

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Dienstag, 6. Mai 2014, 16:32

Schloesser ohne Verlies


Das glaub ich jetzt nicht, obwohl ich es seh,

und tut irgendwie den Augen auch weh,
so viele Schloesser und doch kein Verlies,
da frag ich mich, wer ist hier der Spies.

Wohin ich auch geh, versperrt ein Schloss den Pfad,
als ob der Erbauer zu viel um die Ohren hat,
wieso kein Verlies, wo man sie alle sehen kann,
statt draussen verteilt als Denkmal zur Mahn.


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Dienstag, 6. Mai 2014, 20:43

Spiel mir das Lied von Chicago


Wenn es Nacht wird in Chicago,
sind die Gangster nicht sehr weit,
doch die meisten sind vom Whisky
leider immer noch sehr breit.

Sie groelen schunkelnd Lieder,
machen schaebig einen drauf,
bis es ploetzlich abrupt still wird,
jeder blickt in einen Lauf.

Spiel mir das Lied von Chicago, summt leise der alternde Don,
er war auf dem Wege nach Dunning, doch, was machte das schon,
er hoerte von diesem Gelage und sah seine grosse Chance,
jetzt verliert endlich Lawndale seinen langen Ruhmesglanz.

Taeuschung war immer ganz wichtig,
denn nichts ist je wie es scheint,
auch heute ist sie sehr richtig,
und es zaehlt, wer zu letzt weint.

Den Don gnadenlos im Visier,
hockt der Schuetze mit ruhiger Hand,
in seinem Versteck und zaehlt bis vier,
dann drueckt er ab, Ashburn ist ausgebrannt.

Spiel mir das Lied von Chicago, summt leise der Schuetze im Sprung,
kassiert, geht wieder nach Dunning, zurueck laesst er menschlichen Dung,
Whisky ist halt nicht nur Saufen, als Scharade macht er sich gut,
Gangster wissen ihn zu schaetzen, auch fuer Moral und killenden Mut.

Spiel mir das Lied von Chicago klingt immer wieder aufs Neu,



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Montag, 12. Mai 2014, 00:28

Der Papst von Chicago

Was haben sie sich Muehe gemacht und lange rumgewaehlt,
ne Liste angefertigt, ihre Gedanken gestaehlt,
wer der naechste Papst wird und sich viel zu frueh gefreut,
na hoffentlich haben sie das bis heute bereut.

Da bin ich endlich da und was muss ich hier sehen,
nen Papst in Abstinenz bei all dem Gangstergeschehen,
kein Wunder, denn der echte Papst bin natuerlich ich,
und muss schmunzeln wien Eskimo, dem das Eis entwich.

Als Papst von Chicago ordne ich als erstes an,
alles coole zu zerschrotten und hinterher dann
die erste Regel zur neuen Art der Papstwahl,
nur wer das Raetsel loest, hat die Buerde der Qual.

Schluss mit alten Greisen, die den Teppich vollsauen,
und viel zu jungen Maedchen unter die Roecke schauen,
die Inquisition wird nun endlich konsequent entfernt,
und auch das falsche Gefroemmle wird ganz entkernt.

Papst Jojo der Erste wird nun rehabilitiert,
und das, was er einst wollte, es wird als Mensch regiert,
keine lacken Affen in prunken langen Roben,
jetzt wird erstmals die Pille der Ehrlichkeit geschoben.

Danach mag ein anderer das Zepter uebernehmen,
wenn er das Raetsel loest ohne sich zu bequemen,
und hat vorzeitig einer die Schnauze voll von mir,
dann kommt er vorsichtshalber in mein Reptilienquartier.